Konzerte & Party

Manfred Maurenbrecher im LaLuz

Manfred MaurenbrecherAlle reden vom 20. Jahrestag des Mauerfalls, auch Manfred Mau­renbrecher. Einer seiner neuen Songs heißt „Offene Grenze“ und beschäftigt sich mit den Geschehnissen der damaligen Zeit, die er hautnah miterlebt hat. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Ur-Berliner nur in der Vergangenheit lebt. Zurzeit mache es ihm richtig Spaß, sich mit aktuellen Übeln zu beschäftigen. Deshalb hat er auch ein Stück namens „Bad Bank“ im Programm. „Es ist an der Zeit, dass man sich in der Musik wieder auf Agitprop und Protest besinnt. Themen gibt es schließlich genug, und wir sollten uns alle ruhig mal trauen, Dinge klar auszusprechen“, findet er.
Maurenbrecher hat wieder Blut geleckt, das bleibt nicht ohne Folgen. Auf seiner Doppel-CD „Hoffnung für alle“ zeigt er sich gegenüber den schon guten Vorgängern noch mal formverbessert. Einige Songs sind so eingängig, dass man fast das Wort Pop in den Mund nehmen möchte. „Ich war lange Zeit damit beschäftigt, Texte für das Kabarettprogramm ‚Mitt­wochs­­fazit‘ zu schreiben. Da blieb für die Komposition von Musik wenig Zeit. Früher waren meine Sachen teilweise auch schon zugänglich, aber sie klangen verkrampft, weil sie im Sinne der Plattenfirma konzipiert waren und ins Radio sollten. Jetzt fliegt es mir einfach so zu“, berichtet der Barde, der sich generell nicht als „Studiorocker“ sieht. Im Herbst kann man dieses nimmermüde Künstleroriginal deshalb auch wie­der in verschiedenen Konstellationen auf der Bühne erleben.

Text: Thomas Weiland

Manfred Maurenbrecher, La Luz, Osramhöfe, Di 6.10., 20 Uhr, AK: 12/10 Euro

Manfred Maurenbrecher, Volksbühne, Grüner Salon, Sa 21.11., 20 Uhr, Tickets bitte telefonisch erfragen

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