Konzerte & Party

Mastodon im C-Club

Mastodon

Mit so unterschiedlichen Vorzeichen wie Sludge und Prog behaftet waren Mastodon für kategorisches Metal-Schubladendenken schon immer zu breit angelegt. Nachdem die Band sich 2009 durch ihr viertes Album „Crack The Skye“ endgültig aus der vermeintlichen Krachmacher-Kiste in Richtung harter Progressiv-OIymp verabschiedet hatte, war die Überraschung groß, dass das jüngste Album „The Hunter“ keiner weiterführenden, komplexen Konzeptualität hinterherhechelte. Stattdessen drehte das Quartett den Erwartungsspieß einfach um und präsentierte all seine technischen wie kompositorischen Qualitäten aufs Knackigste komprimiert in einer Mischung aus Black Sabbath, Melvins, Alice In Chains und Queens of The Stone Age.
„Wir wollten eine Platte machen, die Spaß macht, wenn wir sie live spielen“, erklärt Schlagzeuger Brann Dailor, der genauso gerne Death Metal wie Genesis hört. „Unser Ansatz ging diesmal eher in die Richtung, dass wir uns vorgestellt haben, wie wir selbst mit einem Bier in der Hand bei einer Rock-Show stehen und dort dann genau solche Songs hören wollen würden.“ Ganz in diesem Sinne dürfte der aktuelle Tourzyklus der stilistischen Querdenker aus Atlanta, Georgia auf der Bühne auch deutlich Spaß- und Band-fokussierter ausfallen.

Text: Frank Thiessies

Foto: Cindy Fry

Mastodon + Red Fang, C-Club, Di 31.1, 21 Uhr, VVK: 25 Euro

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