Konzerte & Party

Maxпmo Park im Lido Berlin

Maximo ParkNicht jede Band wird von einer renommierten Brauerei gefragt, ob sie ein eigenes Logo für eine limitierte Auflage von Gerstensaft­flaschen entwerfen will. Maxпmo Park wurde diese Ehre vor gut einem Jahr zuteil. Ein bekannter Dunkelbierhersteller in Newcastle gab dem Quintett grünes Licht für das Etikett „Maxпmo Brown Ale“.
Nach nur zwei Alben hat es die formidable Band also weit gebracht. Kollegen wie Franz Ferdinand, The Futureheads oder Bloc Party mögen früher aus den Post-Punk-Startlöchern gekommen sein, aber Sänger Paul Smith und seine Mannen haben sich trotzdem durch­gesetzt. Vier bzw. zwei Jahre sind seit Veröffentlichung von „A Certain Trigger“ und „Our Earthly Plea­sures“ vergangen, und noch immer hat man sich nicht an diesen Platten satt gehört. Wo andere Bands Schwierigkeiten haben, über­haupt eine Melodie zu erfinden, drängeln sich bei Maxпmo Park gleich zwei oder drei pro Song in den Vordergrund, zu denen sich Smith dann auch noch feine Wortfolgen überlegt. Dass der musikalische Stil an die verwinkelten Strukturen von Magazine und an die Sensibilität der Smiths erin­nert, ist dem Vergnügen alles andere als abträglich.
Zurzeit befinden sich Maxпmo Park im Prozess des road testing. Ein neues, mit Nick Launay (Nick Cave u.v.m.) in Los Angeles produziertes Album ist angekündigt, es gibt aber noch keinen Titel und keine Hörproben. Stattdessen probiert die Band ihre Songs zuerst live aus und legt dann letzte Details fest. Tanzbarer soll das Ma­terial auf jeden Fall sein, so viel sicker­te schon durch. Und es soll laut Smith „hemmungslos positiv“ klingen: „Die Zeiten sind schwierig, da päppelt man die Leute besser auf.“
Text: Thomas Weiland

Maxпmo Park
Lido, Mo 23.2., 21 Uhr, VVK: 23,50 Ђ
Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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