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Mediengruppe Telekommander: „Einer muss in Führung gehen“

Mediengruppe Telekommander Wer drischt Zeilen wie „1000 treffende Gedanken, aber keiner trifft ins Schwarze“ oder „Auf große Worte folgen keine Taten, einfach nur Sprüche an der Wand„? Na klar, die Mediengruppe Telekommander! Mit dem neuen Album „Einer muss in Führung gehen“ widmet sich das Duo dem Ernst der Lage und gibt in Zeiten der Krisen Denkanstöße, die im Pop viel zu selten geworden sind. „Wir wollten noch näher an den Menschen herankommen, indem wir in den Texten Dinge von allgemeinem Interesse benennen. Unterstützt wird das durch eine rotzige Grundhaltung, die auf den ersten beiden Alben nicht so deutlich wurde“, sagt Gerald Mandl, der zusammen mit Florian Zwietnig das kreative Zentrum der Mediengruppe bildet.
Mit den Krachern „Trend“, „Panzer“ und „Kommanda“ war ihnen vor fünf Jahren ein furioser Start geglückt, doch danach wurde es verdächtig ruhig. Ein neues Label musste gefunden werden, da das alte (Mute) als eigene Einheit aufgelöst und vom EMI-Konzern übernommen wurde, wo Mandl und Zwietnig auf keinen Fall landen wollten. Die Zeit der Ungewissheit füllten sie mit DJ-Auftritten. Für den Neuanlauf suchten sie sich zudem einen Schlagzeuger aus, der nun den Punk-Aspekt der Musik stärker zur Geltung bringt. „Das reine Electro-Ding war uns nicht mehr so recht. Es ist da eine regelrechte Szene mit bestimmtem Sound und festen Regeln entstanden. Wir brechen lieber Regeln und erfinden uns neu.“ Das ist ihnen unter dem Dach des Staatsakt-Labels (Bonaparte, Die Türen) ganz vorzüglich gelungen.

Text: Thomas Weiland
 
Mediengruppe Telekommander
, „Einer muss in Führung gehen“, ab Fr 28.8.

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