Konzerte & Party

Metal auf der Popkomm

LORDIAn einem Leipziger Lehrstuhl erschien unlängst eine Doktorarbeit mit dem Titel „Die türkische Metal Szene“. Der Doktorand hätte seine Abgabe möglicherweise verschoben, würde er um die Schwerpunkte der Popkomm gewusst haben. Denn beide Themen prägen die Musikmesse in ihrem fünften Jahr in Berlin. Die harten Klänge rücken gar zum ersten Mal ins Bewusstsein des Branchentreffens; dafür verwandelt sich der Düster-Club K17 zur „Metal Stage“ und wird vor allem von skandinavischen Bands lang bespielt: von Stonegard, Vreid oder Enslaved und der finnischen Kostümtruppe Lordi.

Die Vorstellung, dass sich fußmüde Fachbesucher nach einem Tag mit „Panel“-Debatten über Downloadpreise oder Musikpauschalen für Handyverträge an die Heavy-Stätte nach Friedrichshain chauffieren lassen, wirkt zunächst mal erfrischend. Dabei liegt das Interesse der Messemacher freilich im Erkennen verkaufsrelevanter Trends. Und als solcher kristallisiert sich in Zeiten digitalen Musikkonsums wieder einmal die Nähe zum Fan heraus. In der gebeutelten Tonträgerindustrie ist es denn auch bezeichnenderweise der Handel mit Tickets und Merchandise, der floriert. Was das angeht, hat Heavy Metal naturgemäß die Nase vorn.

Traditionell das Stiefkind der Radio- und Videokanäle, ist die individuelle Vernetzung die Grundübung der Headbanger-Community; ebenso wie der Kult um Fanware, Bandlogos, Fanzines oder auch Massentreffen wie das Open Air in Wacken – das längst ein weltweit bekannter Pilgerort ist …

Den ganzen Artikel der Tip-Autorin Ulrike Rechel finden sie in der aktuellen Tip-Ausgabe 21/08.

Popkomm-Festival
Mi 8.10. bis Sa 11.10.; Kombi-Tagesticket für alle acht Locations der Kulturbrauerei: VVK: 12 Euro, 3-Tages-Kombi-Ticket VVK: 30 Euro

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