Konzerte & Party

MF Doom im Astra

MFDoomMeistens nennt er sich MF Doom, gelegentlich auch bloß Doom. Bei diesem Mann, der mit bürgerlichem Namen David Dumile heißt, dreht sich vieles um doom, ums Untergangsszenario. Am liebsten präsentiert er sich mit einer Maske, die der von der Comicfigur Dr. Unheil ähnelt. Der Titel seines Albums „Born Like This“ bezieht sich auf ein Gedicht „Dinosaur, We“ von Charles Bukowski, in dem der Schriftsteller das Schlechte auf dieser Welt beschreibt. In seinen Produktionen entdeckt man Ausschnitte aus Soundtracks von Thrillern und Horrorfilmen, mit seinen Raps sehnt er das Ende der Musikindustrie und des HipHop-Establishments herbei. Ganz offensichtlich hat er noch immer an seinem früheren Fehlstart auf einem Major-Label (mit der gefeierten Crew KMD) zu knabbern.

Dabei ist er heute dick im Geschäft: Da sind Kollaborationen mit Madlib und Danger Mouse und eine Gastrolle bei Gorillaz. Zurzeit munkelt man über eine Zusammenarbeit mit Thom Yorke. Der New Yorker führt immer etwas im Schilde, auch bei Live-Auftritten. Bei denen sollen an seiner Stelle tatsächlich schon mal andere Leute auf der Bühne gestanden haben. Das ist aber wirklich nur ein Gerücht. Kann man so eine eigenwillige Künstlerpersönlichkeit wie die von MF Doom ernsthaft kopieren?

Text: Thomas Weiland

Foto: f2 2studio

MF Doom Astra, Fr 22.7., 20 Uhr, VVK: 25 Ђ

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