Konzerte & Party

Mika in der Passionskirche

MikaEr ist ein Mann der großen Posen, ein Freund des Schillernden und des Pomps. Die Nähe Mikas zum viel zu früh verstorbenen Freddie Mercury ist unübersehbar und wird nicht zuletzt auch in seinem bislang erfolgreichsten Stück „Grace Kelly“ thematisiert. Seine Videos sind überladen, bunt und pulsierend. Und auch die Musik Mikas orientiert sich an der Zeit seines offensichtlichen Vorbilds, den 70er und 80er Jahren. Wie Freddie Mercury singt auch Mika zeitweise scheinbar mühelos im Falsett und sticht auch dadurch aus der Masse der anderen Popkünstler heraus. Mit seinen Hitsingles „Grace Kelly“ und „Relax, Take It Easy“ trieb der 25-Jährige seine besonderen stimmli­chen Fähigkeiten auf die Spitze und infolgedessen euphorische Massen auf die Tanzflächen. Das 2007 er­schie­nene dazugehörige Album „Life In Cartoon Motion“ erreichte in Deutschland Platinstatus.
Bevor der in Beirut geborene und seit Anfang der 90er in London beheimatete Musiker nun aber die für den Herbst angekündigte neue Platte herausbringt, veröffentlicht er erst einmal die Unplugged-EP „Songs For Sorrow“. Die mit Owen Pallett von Arcade Fire eingespielte Scheibe ist im wahrsten Sinne des Wortes ein kleines „Kunststück“: Zu den vier akustischen Songs gibt es ein 68-seitiges Booklet mit Werken von Mikas Lieblingskünstlern und -designern, die deren Empfindungen beim Hören der Stücke fantasievoll ins Bild gesetzt haben.

Text: Nadine Kleber

Mika, Passionskirche, Mo 1.6., 20 Uhr, VVK: 34,30 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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