Konzerte & Party

Mittwoch in der O2-World: Green Day

Green DayMeist muss man nur wissen, wer der Feind ist, um mit ihm umgehen zu können. Bei Green Day waren sie es noch selbst, die sich mit „American Idiot“ 2004 die Latte derart hochgelegt hatten, dass man gespannt war auf das, was als nächstes auf die Musiklandschaft losgelassen würde. Wo­möglich haben sie auch deshalb 2008 unter dem Namen Foxboro Hottubs erst einmal ein 60er-Jahre-Rockalbum herausgebracht, auf dem sie ihre Leidenschaft für das nicht nur musikalisch ereignisreiche Jahrzehnt voll ausleben konnten.
2009 steht nun „21st Century Breakdown„, das offiziell nächste Album des kalifornischen Trios zur Tour an. „Do you know the enemy? Do you know your enemy? Well, you gotta know the enemy“, brüllt Frontmann Billy Joe Armstrong da gegen krachende Gitarren und ein derbes Schlagzeug an. Sie präsentieren ein Album, das „American Idiot“ in nichts nachsteht. Neben dem Hang zum Punk und mächtigem Stadionrock mit gewohnt kritischen Texten drängt sich der Pop beachtlich in den Vordergrund. Doch warum auch nicht? Green Day wissen schließlich, was funktioniert. Da gehören getragene Balladen ebenso zum Programm wie Referenzen an The Who und Überladenes aus den bunten 80ern. Von den abgerissenen Typen, die Anfang der Neunziger noch auf der Bühne standen und mit ihrem Album „Dookie“ fürs Punkrevival mitverantwortlich waren, hat das indes nur noch wenig zu tun.

Text: Nadine Kleber

Foto: Marina Chavez

Green Day, O2 World, Mi 7.10., 19.30 Uhr, VVK: 44-46 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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