Konzerte & Party

Modest Mouse in der Columbiahalle

Modest Mousse

Acht Jahre ist es her, als Modest Mouse erstmals Platz 1 der US-Albumcharts enterten: ungewöhnlich für eine Band, die wie wenige andere Amerikas Indie-Rock verkörpert. Mit „We Were Dead Before the Ship Even Sank“ hatte die kantige und streckenweise manische Melancholie von Modest Mouse plötzlich das Mittagsradio erobert. Möglicherweise war der Band ihr Erfolg selbst unheimlich, jedenfalls schien die Truppe um Chef-Schwarzseher Isaac Brock hernach wie abgetaucht. Vor ein paar Wochen dann meldete sich die Band aus Portland endlich zurück. „Strangers to Ourselves“ heißt Album Nr. 6, der Schaffensprozess hört sich nervenaufreibend an. Bandkollegen sprangen ab, der goldrichtige Produzent fand sich nicht, so erledigte Perfektionist Brock den Job größtenteils selbst. Dem Ergebnis hört man den Stress nicht an, stilistisch werfen Modest Mouse ihre Netze in alle Richtungen aus, die man seit der Gründung vor bald 20 Jahren mit ihnen verbindet: von hibbeligen Indie-Perlen bis hin zu sarkastischen Rockern. Brock und Co haben dabei so viele Songs eingespielt, dass ein Nachfolger bereits im Kasten ist.

Text: Ulrike Rechel

Foto: 2014 Ben Moon / Sony Music

Modest Mousse, Coulbiahalle, Columbiadamm 120-121, Tempelhof, Di 30.6., 21 Uhr, VVK: 23 Euro zzgl. Gebühr

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