Konzerte & Party

Im Lido: Metronomy

Metronomy

Wirklich alt ist Joseph Mount noch nicht. Auf eine lange Musikkarriere kann er auch nicht zurückblicken. Schlappe drei Alben hat er unter dem Namen Metronomy gemacht. Trotzdem spürt er, wie ihn der Altersruhesitz an der „englischen Riviera“ ruft. So nennt sich ein Küstenstrich im Südwesten, der von vielen Rentnern bevölkert wird. Mount fühlt sich dieser Gegend verbunden, weil er in der Nähe aufgewachsen ist. Im malerischen Ort Totnes in der Grafschaft Devon hat er sich zum ersten Mal an den Computer gesetzt und Stücke geschrieben. Vor drei Jahren entschied er sich, das Ganze etwas größer mit Band aufzuziehen. Inzwischen ist Mount über den Umweg London in Paris gelandet, wo er sich in eine interessante Zwitterstellung manövriert fühlt: „Ich höre im Augenblick so viel französische Musik wie noch nie. Andererseits spüre ich auch wieder eine stärkere Verbindung zur Heimat. Zur Musik, die ich früher im Ohr hatte, als ich mit dem Fahrrad über das Land gefahren bin.“ Infolgedessen nimmt man auf dem neuen Metronomy-Album „The English Riviera“ den Einfluss von Serge Gainsbourg und Phoenix wahr, aber auch den von Fleetwood Mac. Man hat es nicht mehr mit elektronischen Basteleien, sondern mit richtigen Songs zu tun. Von wegen Rente! Hier kommt einer gerade richtig in Fahrt.

Text: Thomas Weiland

Metronomy, Lido, Mo 9.5., 20 Uhr, VVK: 15 Euro

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