Konzerte & Party

Morcheeba im Huxleys

MorcheebaDoch dann gab es Streit, die Godfrey-Brüder Ross und Paul trennten sich von der Sängerin. Daisy Martey trat kurzzeitig ihre Nachfolge an, danach verzichtete man  gar auf eine feste Frontfrau und rekrutierte nur noch Gäste für einzelne Songs. Weil dieses Konzept nicht aufging, holten die Godfreys ihre Ex-Sängerin nach sieben Jahren für ihr jüngstes Werk „Blood Like Lemonade“ wieder an Bord – und können prompt an alte Erfolge anknüpfen. Wobei jeder für sich an den neuen Stücken feilte. „Wir leben jetzt in verschiedenen Ländern“, sagt Ross Godfrey. „Da war es unvermeidlich, so zu arbeiten.“ Während er in Hollywood an einer Karriere als Filmkomponist schraubt, hat sich sein Bruder nach Südfrankreich zurückgezogen. Einzig Edwards hält England die Treue. Und die unaufdringlichen Downtempo-Beats, der samtige Soulgesang und die Popmelodien scheinen ein gemeinsamer Nenner zu sein, mit dem es sich gut leben lässt. Sie erzählen von Liebesdramen und Todesangst, von der Sehnsucht nach Frieden und Harmonie. „Bisweilen“, gesteht Edwards, „kam ich mir vor wie eine Schauspielerin, die ständig die Rolle wechseln muss.“ Gewiss hat ihr das einiges abverlangt, nicht zuletzt bei „Easier Said Than Done“, das Lied, das uns sagt, dass man die Vergangenheit loslassen muss. Was bei Morcheeba aber keinesfalls für die Sängerin gilt.

Text: Dagmar Leischow

Morcheeba + Simon Lynge, Huxleys, Mo 18.10., 21 Uhr, VVK: 26-30 Euro

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