Konzerte & Party

Morrissey meckert über die Queen

MorrisseyEin Mann von Traurigkeit war er noch nie, wenn es um die eigene Meinung ging und in seinen Augen etwas nicht „political correct“ ist. Nun hat sich der britische Sänger Morrissey in einem offenen Brief über seine Königin beschwert und sie dazu aufgefordert, die Bärenfellmützen der britischen Garde abzuschaffen. In einem Schreiben, das die englische Tageszeitung The Times am Montag, den 02.08., veröffentlichte, schreibt der Ex-Smiths-Sänger u.a.: „Es ist schwierig, bei der ganzen Sache nicht die Königin in Betracht zu ziehen. Das sind ja ihre Wächter! Ihr muss bewusst sein, was das für ein schrecklicher Prozess ist, um solche Mützen herzustellen. Der bloße Blick auf das Fell müsste der Queen eigentlich einen Stich ins Herz versetzen.“
Morrissey schlägt mit seiner Kritik quasi gleich in zwei seiner Lieblingskerben. Auf der einen Seite hat der Musiker nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegen das britische Königshaus gemacht, auf der anderen Seite macht er sich schon seit Beginn seiner Karriere für ein vegetarisches Leben und gegen Gewalt gegenüber Tieren stark. Das Smiths-Album „Meat Is Murder“ war da in den 1980er Jahren nur der Anfang. So verzichtet der Sänger seit einigen Jahren auch auf Konzerte in Kanada, weil die Regierung des nordamerikanischen Staates die Robbenjagd weiterhin dulde. Auch weigerte er sich vor einigen Jahren, einen Auftritt im Dresdner „Schlachthof“ zu absolvieren, weil ihm der Name der Location nicht passte.

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