Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Tom Jones: Praise And BlameReifes Alterswerk

Wer hätte gedacht, dass Tom Jones wie Nick Cave klingen kann, wenn er einen Song von Bob Dylan covert? Den Beweis liefert gleich der Opener „What Good Am I?“ Jones wirft die „Sex Bomb“ über Bord und überrascht mit einem waschechten Blues-, Country- und Gospel-Album. Reifes Alterswerk nennt man so etwas dann. Und wer jetzt an Johnny Cash denkt, liegt gar nicht so falsch. Doch Jones hat mit Produzent Ethan Jones (Kings of Leon) seinen eigenen Stil gefunden und das zeichnet ihn umso mehr aus.

Text: Martin Zeising

tip-Bewertung: Hörenswert

Tom Jones, Praise And Blame (Island/Universal)

 

The Coral: Buttefly HouseAbkehr vom Abweg

Als 2002 das Debüt erschien, galten The Coral als junge Hoffnung des britischen Folk-Pop. Sie mixten Psychedelica und Country und veröffentlichten anschließend fast im Jahresrythmus vier wirre Alben: Warum nur haben James Skelly & Co. ihr unglaubliches Potenzial über all die Zeit nicht so ausgeschöpft wie auf dem aktuellem Werk? Dass sie ihre melancholische Harmonie und impulsive Energie noch mal in große Songs kanalisieren können, hatte man schon nicht mehr erwartet.

Text: Jan Schimmang

tip-Bewertung: Hörenswert

The Coral, Butterfly House (Cooperative/Universal)

 

Kula Shaker: Pilgrim's ProgressBewährt gut

Große Überraschungen oder Innovationen darf man auf dem zweiten Kula Shaker-Album nach der Wiedervereinigung nicht erwarten. Mastermind Crispian Mills verlässt sich weiter auf sein Gespür für gute Gesangsmelodien und bedient sich ansonsten musikalisch noch immer bei allerlei Vorbildern. Das klingt dann mal wie die Beatles, mal wie die Kinks oder sogar wie Ennio Morricone – versetzt mit einem Hauch psychedelischer Elemente. Nichts neues also.

Text: Martin Zeising

tip-Bewertung: Annehmbar

Kula Shaker, Pilgim’s Progress (Rykodisc/Warner)

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