Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Yo La Tengo: FadeIndie-Oldies
Auch dieses Mal weicht das Trio nicht von seinem Weg ab, den es gewählt hat und seit fast 30 Jahren kontinuierlich beschreitet. In den ersten sieben Minuten des Albums kollidiert stoischer Gruppengesang mit der verzerrten Gitarre von Ira Kaplan. Es klingt nicht brutal oder übertrieben, sondern einfach gut austariert. In „Is That Enough“ singt Kaplan verträumt, während im Hintergrund der Himmel voller Geigen hängt. „Well You Better“ ist ein aufgeweckter Song mit treibendem Rhythmus und sympathisch billiger Orgel. Ruhepunkte gibt es auch, der nachdenkliche Folk-Song „I’ll Be Around“ deckt einen weiteren Aspekt ab, den diese Band gerne bedient. Egal, was Yo La Tengo auch anpacken: Es hat Hand und Fuß und hört sich hier inspiriert wie am ersten Tag an.

Text: Thomas Weiland

tip-Bewertung: Hörenswert

Yo La Tengo, Fade (Matador/Indigo)

 

Bruno Mars: Unorthodox JukeboxGoldjunge
Man könnte ihm vorhalten, allzu erkennbar der Fährte großer Helden zu folgen. Auf dem zweiten Album nach seinem Millionenseller-Debüt von 2010 sind es mehr denn je: „Locked Out Of Heaven“ erinnert mit kantigem Reggae-Groove und gepresstem Gesang an The Police; durch „Treasure“ weht eine berauschte Ibiza-Brise а la Wham! und im geisterhaften Dance-Funk von „Money Make Her Smile“ setzt Mars seine laufende Verbeugung vor dem King of Pop fort. Ist man aber mit dem Errate-die-Referenz-Spiel durch, bleibt der Eindruck einer der lohnendsten Quellen im R’n’B-Chartbetrieb für leichthändige, zeitlose Popsongs.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Hörenswert

Bruno Mars, Unothodox Jukebox (Atlantic/Warner)

 

Dropkick Murphys: Signed And Sealed In BloodAb in den Pub
Wer schon beim Vorgängeralbum die immer dominanter werdenden Folk-Einflüsse des Bostoner Punk-Siebeners zu schätzen wusste, wird auch hier zur Genüge bedient. Erneut laden Dudelsack, Banjo, Mandoline und Akkordeon zu einem ebenso lautstarken wie bierseligen Party-Abend im Pub ein. „Out On The Town“ macht einen Ausflug zum Rock’n’Roll, und Freunde der härteren Gangart werden im stürmischen, hardcorebeeinflussten „The Battle Rages On“ versorgt. Echte Höhepunkte allerdings fehlen und „The Season’s Upon Us“ beweist als (wenngleich sarkastisches) Weihnachtslied schlechtes Timing.

Text: Nadine Kleber

tip-Bewertung: Zwiespältig

Dropkick Murphys, Signed And Sealed In Blood (Universal/Cooperative Music)

Mehr über Cookies erfahren