Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Common: Nobody's SmilingHipHop
In seiner Heimatstadt Chicago hat sich nichts geändert, auch seit der Amtsübernahme des ehemaligen Mitbürgers Obama nicht. Die Kriminalitätsrate erholt sich nicht, von Perspektiven keine Spur. Common berichtet davon wie ein Chronist und bindet in „The Neighbourhood“ ein Curtis-Mayfield-Sample ein. Lange bleibt die Stimmung gedrückt. Dann folgen das Beat-Muster aus Mtumes „Juicy Fruit“, Gospel-Gesang und an J Dilla erinnernder Schwebe-Sound. Schon wächst die Zuversicht, dass es besser wird.

Text: Thomas Weiland

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Common, Nobody’s Smiling (Def Jam/Universal)

 

Fredda: Les Chancts Des MurmuresNouvelle Chanson
Auf dem zauberhaften neuen Album führt Frйdйrique „Fredda“ Dastrevigne die Liedtradition der Grande Nation neuerungswillig fort. Sie unternimmt bereichernde Ausflüge in Richtung Flamenco und Dub, holt sich Anregungen bei Folk-Kolleginnen und erbaut filmartige Klangkulissen nach Art eines Ennio Morricone. Wenn die Pariserin mit betörender Stimme ihre Weltsicht schildert, schwingt immer ein wenig Tristesse mit und die Einsicht, dass jedes Glück von kurzer Dauer ist.

Text: Harald Keppler

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Fredda, Le Chant Des Mumures (Le Pop/Groove Attack)

 

Kimbra: The Golden EchoArt-Pop
Auf ihrem zweiten Album lässt Kimbra ihrem Spieltrieb und der Lust am Experimentellen erneut freien Lauf. Aufgenommen in L.?A., hat die Neuseeländerin offenbar die Pop-Historie der Metropole aufgesogen: Prince, Michael Jackson und HipHop-Verfremder Flying Lotus ziehen sich zitathaft durchs inspirierte Pop-Kaleidoskop, das zwischen Vintage-Funk-Pop und frei drehenden Klangtexturen changiert. Flying Lotus stand denn auch mit im Studio, ebenso Muses Matt Bellamy und Jackson-Drummer John Robinson.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Kimbra, The Golden Echo (Warner)

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