Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Leonard Cohen: Popular ProblemsErhabener, abgründiger kann eine Stimme nicht klingen. Leonard Cohen, gerade erst 80 geworden, raunt, deklamiert und flüstert im Zeitlupentempo auf Studioalbum Nummer 13 (in 47 Jahren!) über geschmeidigen Orgel- und Bläsersätzen, Percussions, Klavierpassagen, sanft fließenden Streichern und den unvermeidlich beseelten Vocals seiner Backgroundsängerinnen. Zehn neue bitter-lakonische Gesänge zu Liebe, Tod, Gott, Krieg, Lust und Sehnsucht – Cohens ewige Themen – werden einmal mehr meisterhaft erzählt.

Text: Jacek Slaski

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Leonard Cohen, Popular Problems (Columbia/Sony)

 

Lucinda Williams: Down Where The Spirit Meets The BoneAuf ihrem elften Studioalbum verwendet sie erstmalig ein Gedicht ihres Vaters Miller Williams als Grundlage, das sich gut in ihre Erzählungen von Mitgefühl und Aufmerksamkeit einreiht. Dass sich ihre weidwunde Befindlichkeit zunehmend zugunsten sozial-psychologischer Beobachtungen beruhigt, ist so deutlich wie nie, der ruhige, von Southern Soul geprägte Sound passt perfekt. Die Gitarrenarbeit überlässt Lucinda der Band, darunter Tony Joe White und Jonathan Wilson als Gäste, und konzentriert sich ganz auf den Gesang.

Text: Christina Heise

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Lucinda Williams, Down Where The Spirit Meets The Bone (Highway 20)

 

Shellac: Dude IncredibleÖkonomisch, bissig, stoisch – an diesen eingeführten Eigenschaften hält das Trio aus Chicago weiter fest. Es ist die beste Garantie für einige Höhepunkte. Der zwischen Wutanfällen und Disziplin schwankende Titelsong flößt Respekt ein, und in „Riding Bikes“ kommt es zu einem furiosen Finale. Hier geht die Band durch ein Wechselbad der Gefühle, dem man sich unbedingt stellen sollte.

Text: Thomas Weiland

tip-Bewertung: Hörenswert (5/6)

Shellac, Dude Incredible (Touch & Go)

Mehr über Cookies erfahren