Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Calexico, Edge of The SunAmericana Noch nicht lange werden Calexico auch in den USA nennenswert wahrgenommen. Das erklärt, warum die Feinmotoriker aus Tucson nun ihr US-Publikum hofieren. Ihr achtes Album vereint eingängige, Country-infizierte Balladen – Hammondorgel, Slide- und Twang-Gitarre prägen die Klangpalette – mit klassischen Calexico-Momenten in Form bittersüßer Texmex-Folklore. Dabei landen Joey Burns und Co im gold getönten Middle-of-the-Road-Feld zwischen Tom Petty und Big Star. Das klingt wie immer elegant, doch sind Überraschungen rar gesät.

Calexico, Edge of The Sun (City Slang/Universal)

Text: Ulrike Rechel

Alabama Shakes: Sound&ColorSoul Mit ihrem Debütalbum war den Alabama Shakes 2012 eine infektiöse Gute-Laune-Platte gelungen. Auf dem Nachfolger lassen sich die Soul-Rocker vor allem von Neugier leiten. Und das führt in überraschend neue Richtungen. Die Grundatmosphäre ist verdichtet und verträumt, mit experimentellen Platten wie Curtis Mayfields „Superfly“-Soundtrack als Inspiration landet die Band bei verschlepptem Funk, lodernden Torch-Songs oder Stimmungsstücken, in denen Brittany Howards große Stimme zum Kosmos für sich selbst wird.

Alabama Shakes, Sound&Color (Beggars Group)

Text: Ulrike Rechel

Action Bronson: Mr. WonderfulHipHop Dieser Mann mag es stürmisch. In dem von Mark Ronson produzierten und mit einem -Billy-Joel-Sample verzierten Opener „Brand New Car“ steckt eine draufgänge-rische Attitüde, die den Hörer förmlich anschreit. Auch danach verliert man nicht das Interesse an diesem Album. Der New Yorker Rapper versucht es nie mit platten Versen und hat mit „Terry“, „Baby Blue“ und „Easy Rider“ (mit Musik des türkischen Gitarristen Mazhar Alanson) mehrere originelle Tracks im Programm, die aus dem üblichen HipHop-Rahmen fallen.

 

Action Bronson, Mr. Wonderful (Atlantic/Warner)

Text: Thomas Weiland

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