Konzerte & Party

Musik für jeden Geschmack

Deftones: Optimismus einmal anders

Nach dem schweren Autounfall von Bassist Chi Cheng 2008 starteten die geschockten Deftones die Arbeit an ihrem sechsten Album neu — diesmal mit einer Ladung „Optimismus“, wie sie sagen. Die positiven Schwingungen der Tieftöner aus Sacramento klingen freilich vertraut dun- kel, teils grell explosiv. Wieder zerfließen die Songs angenehm zähflüssig, pumpen diffuse Bässe irgendwo im Magenbereich: ein starkes Fundament für den hallenden Gitarren-Expressionismus der Band sowie Chino Morenos ätherischen Gesang.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Hörenswert

Deftones, Diamond Eyes (Reprise/Warner)

 

 

Kate Nash: Göre zeigt Zähne

Es beginnt ganz harmlos mit ein paar hitverdächtigen Songs auf Soul-Basis. Aber dann kehrt Kate aus heiterem Himmel das Biest in sich nach außen. Sie bekommt einen Anfall, redet sich mit Schmähvokabeln um Kopf und Kragen, rockt wie die Pixies zu ihren besten Zeiten, probiert sich an wildem Folk-Rock und erinnert an die Trommelwirbel von Bow Wow Wow. Alles gut und schön, aber sie schießt manchmal über das Ziel hinaus und will dabei zu hysterisch cool sein.

Text: Thomas Weiland

tip-Bewertung: Annehmbar

Kate Nash, My Best Friend Is You (Fiction/Universal)

 

 

The Fall: Härte und Disziplin

Wir hören ein dreiteiliges Stück namens „Bury“, das mit einer Passage in Mono beginnt. Im weiteren Verlauf wird daraus ein stoischer Fall-Rocker mit zirpenden Keyboard-Lauten und Genörgel von Meister Mieslaune. In „Cowboy George“ sorgt man mit einer Mischung aus Rockabilly, Country und Duane Eddy für Aufregung. Dies ist ein auffällig diszipliniertes Album, das vom Engagement der neuen Bandbesetzung profitiert. Doch das war es dann auch schon in Sachen Veränderung. Oft genug lässt Smith das verdammt gute alte Lied anstimmen, dessentwegen man The Fall immer wieder gerne in sein Leben lässt.

Text: Thomas Weiland

tip-Bewertung: Hörenswert

The Fall, Your Future Our Clutter (Domino/Indigo)

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