„Berghain, occasionally“: Wie viel Berlin steckt in Harry Styles‘ neuem Album?
Nach mehr als drei Jahren Pause kündigt Harry Styles sein viertes Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ an. Und weil der britische Superstar zuletzt auffallend oft in Berlin, vor allem rund um die Hansa-Studios, gesichtet wurde, stellt sich die spannende Frage: Wie viel Berlin steckt in dieser Platte?

Harry Styles kündigt sein viertes Album an
Berlin hat schon so manchen internationalen Popstar verwandelt – man denke nur an David Bowie, der hier zu sich selbst zurückfand und eine seiner kreativsten Phasen erlebte. In diese Tradition scheint sich nun auch Harry Styles einzureihen: In den vergangenen Monaten wurde er immer wieder in der Stadt gesichtet, unter einem Pseudonym lief er sogar den Berliner Halbmarathon in beeindruckender Zeit. Die Fans rätselten: Wann gibt es endlich neue Musik?
In den letzten Wochen deutete sich Styles’ Comeback bereits an: Am 27. Dezember 2025 veröffentlichte er überraschend ein achtminütiges YouTube-Video mit dem Titel „Forever, Forever“, das Aufnahmen seines letzten „Love On Tour“-Konzerts im Sommer 2023 zeigte – viel Gefühl, viel Nostalgie. Am Ende flackerte der Satz „We Belong Together“ auf, der kurz darauf auch auf großformatigen Plakaten weltweit auftauchte – unter anderem am Berliner Rosenthaler Platz.
Berlin: Die Muse der großen Popstars?
Jetzt ist es offiziell: Am 6. März erscheint sein viertes Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ Ein Titel, der sehr aus dem Leben gegriffen anmutet. Schließlich war bei Styles im letzten Jahr nicht nur „Disco occasionally“, sondern vor allem „Berghain occasionally“ angesagt: Mehrfach wurde er im Club gesichtet, auch in Begleitung von Freundin Zoë Kravitz. Möglich, dass ihm beim Sonnenaufgang in der Panoramabar ein paar Songideen gekommen sein könnten. Ist der Satz „Let the light in”, der auf einigen Plakaten zu lesen war, gar ein Verweis auf diesen Moment? Berlin und besonders sein mythischer Techno-Tempel scheinen sich ohnehin als heimliche Muse für Weltstars etabliert zu haben – man denke nur an Rosalías jüngste, hochdramatische Berghain-Hommage.

Das Cover zeigt Styles beim Rave am Stadtrand
Anders als Rosalía, die das Berghain eher kryptisch in einen orchestralen Streicherteppich einbettete, schlägt Styles visuell einen deutlich direkteren Berlin-Kurs ein: Das Albumcover wirkt, als hätte er ein paar Nächte zu viel auf Raves außerhalb des S-Bahn-Rings verbracht. War der 31-Jährige früher bekannt für seine exzentrischen Glitzer-Outfits, steht er nun in Jeans, T-Shirt und mit Schnauzer unter einer Diskokugel auf einer Wiese am Waldrand und schiebt sich gerade die spacige Sonnenbrille auf die Nase, während der Himmel im Morgengrauen rosa schimmert. Neben ihm im zertrampelten Gras: fette Boxen, detailgetreu wie bei einem improvisierten Berliner Underground-Rave. Berlin hat bei Styles offenbar Spuren hinterlassen – mindestens bei seinem Look.
Die Tracklist von „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ ist bislang noch geheim – man darf also gespannt sein, ob sich weitere Berlin-Bezüge darauf entziffern lassen. Fest steht: Sollte Styles tatsächlich Zeit in den Hansa-Studios verbracht haben – jenem legendären Ort, an dem schon David Bowie, U2 und Depeche Mode aufgenommen haben –, könnte das Album auch klanglich eine ordentliche Portion Berliner Patina tragen.
David Bowie verbrachte wichtige Jahre in Berlin – 12 Dinge, die ihr über sein Leben in West-Berlin wissen solltet, lest ihr hier. Rosalías Single heißt „Berghain“: Was steckt dahinter? Nicht schon wieder: Diese Fehler solltet ihr im Berghain nicht machen. Erstmal reinkommen? Mit diesen Tipps kommt ihr ins Berghain – vielleicht. Die trefft ihr immer: Berghain-Typen von Sportsocke bis Lederelse. Immer unterwegs: Schaut mal in unserer Club-Rubrik vorbei. Lieber noch mehr Musik: Was ihr über Nick Caves Berlin wissen solltet, steht hier. Die beste Band der Welt? Berlin und Die Ärzte – die Geschichte. Was Berlin täglich zu bieten hat, erzählen euch unsere Tagestipps, in allen Rubriken und Kategorien. Regelmäßig neu: tipBerlin Newsletter – hier anmelden.