Konzerte & Party

Musikmarkt schrumpft weiter

John Kennedy von der IFPIEs mangelt ihnen an Ideen und sie schimpfen weiter auf die Piraterie im Internet: Sprichwörtlich das alte Lied also – zumal sich die Umsätze der Musikbranche weiter auf Talfahrt befinden. Wie der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) in London mitteilte, schrumpfte der Musikmarkt im Jahr 2009 noch einmal um rund sieben Prozent auf 17 Milliarden US-Dollar (ca. 12,7 Milliaden Euro).
John Kennedy (Foto), Präsident der IFPI, sprach jedoch bei der Vorstellung der Zahlen auch von Lichtblicken: „Es ist zweifelsfrei, dass das Wachstum für die Musikbranche wieder in Reichweite ist“, sagte er in der britischen Hauptstadt. Denn während der Verkauf von CDs und anderen physischen Tonträgern weltweit um 12,7 Prozent zurückgegangen sei, erhöhten sich die Zahlen beim Download digitaler Musik um 9,2 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar. Auch sei der Musikmarkt im vergangenen Jahr in 13 Ländern bereits wieder gewachsen (u.a. in Australien, Brasilien und Großbritannien). In Deutschland hingegen sanken die Umsätze weiter – im letzten Jahr um rund drei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Als wichtigste Märkte mit den stärksten Umsätzen nannte Kennedy wie schon in den letzten Jahren die USA und Japan.
Weltweit meistverkauftes Album im letzten Jahr war übrigens „I Dreamed A Dream“ der schottischen Hausfrau Susan Boyle. Das Album wurde rund um den Erdball 8,3 Millionen Mal verkauft und verwies damit die Black Eyed Peas und Michael Jackson auf die Plätze. Platz eins in Deutschland sicherte sich Peter Fox mit seinem Soloalbum „Stadtaffe“ vor Michael Jackson und Silbermond.

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