Konzerte & Party

The Mynabirds auf dem Escobar Sun Deck

The Mynabirds

Laura Burhenn bittet schon seit den 90ern um Gehör. Erst tat sie es im Alleingang, danach als eine Hälfte des Duos Georgie James. Fortschritte macht sie seit 2009, dem Gründungsjahr ihrer jetzigen Band The Mynabirds. Der Name bezeichnet eigentlich eine Vogelart in Südasien, aber Kenner der Rockmusikgeschichte wissen, dass es im Kanada der 60er ein loses Kollektiv namens The Mynah Birds gab, dem unter anderem Neil Young und Funk-Legende Rick James angehörten. Davon sollte man sich aber nicht irritieren lassen.
Burhenn ist nicht darauf aus, sich verzweifelt an Episoden aus der Geschichte zu klammern. Auf dem ersten Mynabirds-Album „What We Lose in the Fire We Gain in the Flood“ war es noch ein bisschen so: Da erkannte man Einflüsse aus dem klassischen Soul und Folk-Pop. Inzwischen ist die Dame der Meinung, dass an der Aktualität kein Weg mehr vorbeiführe. Auf dem exzellenten neuen Album „Lovers Know“ integriert die Sängerin und Pianistin elektronische Instrumente in ihren Sound – ohne dass man gleich von Electro-Pop sprechen muss, was das Resultat angeht. Beim Durchhören kommt auch der selbstbewusste Vortrag von PJ Harvey oder Tori Amos in den Sinn. Burhenns Ziel sind offenkundig ausgereifte Songs mit modernem Touch. Mit ihnen wird ihr der verdiente Sprung nach vorn endlich gelingen. Jetzt oder bald.

Text: Thomas Weiland

Foto: Bliss Braoudakis

The Mynabirds, Escobar Sun Deck (Arena), Eichenstr. 4, Treptow, Mo 10.8., 20 Uhr, ?VVK: 11,70 Euro zzgl. Gebühr

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