Konzerte & Party

N.A.S.A. im Icon in Berlin

Sie können nichts mit den Namen Sam Spiegel und Zй Gonzales anfangen? Ihnen sagen auch deren Künstlernamen Squeak E. Clean und DJ Zegon nichts? Kein Problem, da sind Sie nicht die Einzigen. Bis vor einem Jahr wussten nur absolute Nerds, wer diese Herrschaften sind und was sie so treiben. Mittlerweile ist man schlauer. Spiegel und Gonzales sind die beiden Produzenten, die unter dem Namen N.A.S.A. das wohl schlagkräftigste All-Star-Team zusammengestellt haben, das die Popmusik seit Langem gesehen hat. Auf ihrem Album „The Spirit Of Apollo“ kollaborieren David Byrne, Rap-Legende Chuck D und Samba-Rock-Wunder Seu Jorge in einem Track. Tom Waits trifft auf den HipHop-Äs­the­ten Kool Keith. Der jamaikanische Reggae-Redner Sizzla hat eine Li­ai­son mit Amanda Blank aus Phi­la­delphia und mit Lovefoxxx von CSS. George Clinton, Karen O von den Yeah Yeah Yeahs, Santogold, Kanye West oder RZA mischen sich auch mit ein. Das hört sich nach viel Arbeit an, denn einfach so per Fingerschnippen bekommt man diese Leute bestimmt nicht zusammen, als unbekanntes Tandem zumal. Tatsächlich hat es dann auch sechs Jahre gedauert, bis alles endgültig unter Dach und Fach war. Aber die Mühe hat sich gelohnt.  
N.A.S.A. ist eine Abkürzung, sie steht für Nordamerika Südamerika. Es war der ausdrückliche Wunsch von Spiegel und Gonzales, Musiker aus möglichst vielen Teilen des Kontinents unter einen Hut zu bringen. Das ist schwieriger, als man im ersten Moment denkt. US-Bürger sind südlich des Rio Grande nicht immer gerne gesehen, viele denken da an Ausbeutung, Einverleibung und an James Monroe mitsamt seiner umstrittenen Doktrin aus dem 19. Jahrhundert, die für viele nach wie vor Wirkung entfaltet.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in tip 16/09 auf den Seiten 75-75.

Text: Thomas Weiland

N.A.S.A., Icon, Fr 24.7., 23 Uhr, AK: 10 Euro

Mehr über Cookies erfahren