Konzerte & Party

Nachtleben in Berlin – Teil 3

brunnenKunst & Party

Wenn Sie nicht genau wissen, ob Sie sich auf einer Ausstellungseröffnung oder einer ausschweifenden Party aufhalten, dann befinden Sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach in Berlin. Die Verbindung von Kunst und Nachtleben blickt auf eine Tradition zurück, die mindestens bis in die 70er-Jahre zurückreicht. Auch heute inspiriert das Nachtleben die Kunst – und umgekehrt.

Brunnen 70
Im Untergeschoss eines beeindruckend hässlichen Neubaukomplexes befindet sich der Club ohne Namen, schlicht: Brunnen 70. Die Räume wurden früher als Möbellager genutzt, inzwischen finden hier Labelpartys, ironisch inszenierte Oktoberfeste und das Kiezfestival Wild Wedding statt. Skurriles Detail: Im Fahrstuhl, mit dem man in den Club gelangt, spielt mitunter ein hochmotivierter Senior auf der Heim­orgel. Hausherr ist der selbst ernannte „Experte für Low-Budget-Lösungen“ Maarten de Jonge, der auch das ZMF in Mitte und die Neuköllner Open-Air-Location Griessmühle betreibt.

Stattbad Wedding
Einer der hoffnungsvollsten Orte befindet sich in einer grauen Wohnstraße im Wedding. Von außen unspektakulär, tut sich im Inneren des Hauses über drei Etagen ein Paradies für Aussteller und Gäste auf. Zwischen stillgelegten Schwimmbecken, verwaisten Umkleideräumen und Kellerlabyrinthen sprudeln bei den wechselnden Künstlern im Haus die Ideen, und auch die Dekorationen für Partys fallen aufwendig und detailverliebt aus. Da wird dann schon mal ein ganzer Wald ins Schwimmbecken gezaubert oder filigrane Meerestiere aus Stoff wackeln im Takt der Musik an der Decke. Jochen Küpper betreut das Haus zusammen mit Mitarbeitern der inzwischen geschlossenen Villa. Derzeit ist das Stattbad nur für geschlossene Gesellschaften zugänglich, doch das soll sich spätestens 2013 ändern. Dann will man dank Umbau auch für offiziellen Publikumsverkehr gerüstet sein, der Antrag beim Amt ist bereits eingereicht.

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Foto: Benjamin Pritzkuleit/Brunnen 70

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