Konzerte & Party

Nachtleben in Berlin

brunnenDas Berliner Nachtleben ist mehr als eine Welt für sich: Zwischen Mitte und Lichtenberg tun sich eine ganze Reihe von Paralleluniversen auf. Manche Läden verschwinden ganz plötzlich von der Bildfläche, andere tauchen neu auf, und die Grenzen zwischen Bar, Diskothek, Live-Club, Galerie, Wohnzimmer und Partykeller sind dabei oft  fließend. Es ist so gut wie unmöglich, da den Überblick zu behalten. Wir haben es trotzdem versucht und eine Art innerer Landkarte der Berliner Clubkultur angelegt, auf der die relevanten Adressen mal nach räumlicher Nähe und mal nach Sinnzusammenhängen gegliedert sind. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, warum Besucher aus der ganzen Welt vom Berliner Nachtleben schwärmen. Allein schon aus Platzgründen erheben wir jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sonst hätten wir ein ganzes Buch mit Clubbeschreibungen füllen können.

Reich & Schön

Berlin ist wohl die einzige Stadt in Deutschland, in der das Etikett „Reich und Schön“ für manche einer Beleidigung gleichkommt. Im Nachtleben steht es für den eher uninteressanten Part: gefühltes West-Berlin, stagnierend, hochgeschlagener Polokragen zu Michael-Jackson-Musik. Und doch haben sich einige Clubs und Veranstalter mit Erfolg auf dieses Segment spezialisiert

Felix
Das Felix hat seine besten Zeiten zwar hinter sich, dennoch verfügt der im hinteren Gebäudeteil des Hotels Adlon ansässige Club über alles, was eine adäquate Schickimicki-Location benötigt: einsehbare VIP-Lounges, teuren Champagner auf der Karte, eine Galerie, von der aus man das hereinströmende Publikum beobachten kann, DJs, die ihre Gäste nicht überfordern, sowie einen Chef, der im Vorabendprogramm von Pro7 zukünftige In-Locations in Fürstenwalde berät. Zudem findet man eine Reihe prominenter Gastnamen in den Annalen, die dem Club jenes Jetset-Image einbrachten, von dem Hausherr Daniel Schröter bis heute profitiert. Inzwischen werden hier vor allem Ibiza-House- und Afterwork-Partys in Kooperation mit kommerziellen Radiosendern veranstaltet.

Asphalt
Eine Art Schickimicki-Club 2.0 stellt das Asphalt im Kellergeschoss des Hilton-Hotels dar. Thomas Karsten, der schon die Panoramabar im Berghain neu eingerichtet hat, ist für das Interior Design des im Herbst 2010 eröffneten Restaurantclubs verantwortlich, Küchenchef Alexander Rost serviert Kreationen von Tim Raue, die zwischen Edel-Steakhouse und Pacific-Rim-Küche angesiedelt sind, und auch musikalisch hat man hier mehr zu bieten als langweiligen Handtaschenhouse, nämlich Live-Jazz, satte HipHop-Beats und Electro-DJs wie Zander VT,
DJ T oder Beno Bloome. Das Publikum ist erwartungsgemäß schick, der Anblick von hochgeschlagenen Hemdkragen oder überdimensionierten Markenlogos bleibt einem jedoch erspart.

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Foto: Benjamin Pritzkuleit

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