Konzerte & Party

„Name Game“ von Hagen Liebing

Hagen Liebing

Ab Juli werden wir uns umgewöhnen müssen. Die Eisbären, Santana oder Unheilig spielen dann nicht mehr in der O2 World, sondern in der Mercedes-Benz-Arena. Ein Umzug? Eine neue Halle? Mitnichten!
Die Anschutz-Gruppe als Eigentümerin der „Mehrzweckhalle am Ostbahnhof“ („Berliner Zeitung“) hat schlicht deren Namensrechte neu verkauft. Eine weitere Folge dieser finanziell sicher sehr lukrativen Umbenennung: Das Areal vor der Halle soll künftig nicht mehr O2-Platz nach dem bisherigen Geldgeber heißen, sondern Mercedes-Benz-Platz. Wie dreist! Auch wenn es sich auf dem Papier nicht um öffentliches Straßenland handelt. Schon die erste Benennung des Platzes nach einem Mobilfunkanbieter war ja eine Frechheit, bedenkt man, wie penibel ansonsten in demokratisch legitimierten Gremien abgewogen wird, wer oder was es in unserer Stadt wert ist, mit einer Namensnennung geehrt zu werden. Der Name des Platzes gehört unabhängig von aktuellen oder auch noch folgenden Sponsoren der Anschutz-Gruppe vergeben. Man stelle sich vor, wie das sonst weitergeht: Der bereits in Fragen seines eigenen Vornamens wankelmütige Max (ehemals Dieter) Moor würde dann sicher bald auch noch die Straße, in der er wohnt, umbe- nennen wollen. Zum Beispiel in Moorenstraße! Was das dann schon wieder für einen Ärger geben würde …

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