Hip-Hop

Nas schafft den Spagat zwischen Straße und Kohle

In Diskussionen über die bedeutendsten Rapper wird Nasir Jones, bekannt als Nas, nicht selten erwähnt

Foto: Karsten Jahnke

Neben Namen wie The Notorious B.I.G., Big L, Jay Z und dem Duo Mobb Deep, dessen eine Hälfte Prodigy kürzlich im Alter von nur 42 Jahren verstarb. Was sie alle neben ihrer Leidenschaft zudem gemein haben, ist die Heimatstadt New York.
Auch Nas spielte eine prägende Rolle für den Ostküsten-Sound des Genres. Die Grundzutaten: romantisierte Straßenerzählungen aus den dunkleren Ecken der Metropole, gerappt über Sample-Loops und staubtrockenen Drums. Nas’ Debütalbum „Illmatic“, 1994 im Alter von nur 20 Jahren veröffentlicht, wurde zur Blaupause des modernen Rap. Immer wieder wurde ihm aber vorgeworfen, auf seinen darauffolgenden Alben nicht die passenden Klangteppiche für seine markante Stimme gewählt zu haben. Zu unentschlossen, hieß es, sei er zwischen Kommerz und Straße.
Doch Nas macht das mit einschneidender Reimtechnik, kaum je dagewesener Metaphorik und poetisch verpackter Sozialkritik treffsicher wett und hat mittlerweile über 25 Millionen Platten verkauft. Den Hype für ein neues Album. auf das die Fans seit fünf Jahren warten, befeuerte Social-Media-Guru DJ Khaled schon im Sommer 2016, als er auf seiner letzten, Grammy-nominierten Platte einen Kollabo-Song mit Nas plakativ „Nas ­Album Done“ taufte. Bis das spruchreif ist, kommt die Legende erstmal zum Bespielen weniger Hallen und Festivals über den Atlantik.

Huxleys Neue Welt Hasenheide 108, Neukölln, Mi 5.7., 20 Uhr, VVK 39 €

 

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