Konzerte & Party

Natalie Prass im Privatclub

Natalie Prass

Wenn Natalie Prass in „My Baby Don’t Understand Me“ über eine nicht funktionierende Beziehung sinniert, verfällt sie nicht gleich in Rage oder Wehklagen. Sie denkt noch einmal in Ruhe über alles nach und befleißigt sich dabei eines Tonfalls, der an zurückhaltende Momente einer Diana Ross oder an Dionne Warwick erinnert. Musikalisch gesehen drängt sich der Vergleich mit der vom Philly-Sound geprägten Soulmusik der Siebziger auf, aber manchmal hört man auch den Einfluss von Kammermusik oder alten Hollywood-Film-Soundtracks. Die 29-jährige Prass aus Cleveland, Ohio hat für ihren Stil das ganze bisherige Leben lang gekämpft und ist nun dabei, sich durchzusetzen. Ihr Debütalbum hört sich vom ersten bis zum letzten Akkord wie aus einem Guss an. Daran hat Produzent Matthew ?E. White großen Anteil, der ihr nicht nur die Veröffentlichung auf seinem Spacebomb-Label ermöglichte, sondern auch seine Hausband zur Verfügung gestellt hat.

Text: Thomas Weiland

Natalie Prass, Privatclub, Skalitzer Straße 85-86, Kreuzberg, ?Mo 15.6., 21 Uhr, ?VVK: 14 Euro zzgl. Gebühr

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