Konzerte & Party

Neues aus der Clubwelt

„BP wegbassen!“ – lautete der Aufruf vom Bündnis für urbane Mobilbeschallung, kurz BUMS. Um die hundert Leute versammelten sich daraufhin am Mariannenplatz, um – umweltpolitisch motiviert – eine nahe liegende Tankstelle zu betanzen. „Bringt Schwämme mit und Schaum! Wir waschen alles, was nicht niet- und nagelfest ist“, hieß es zuvor in der Rundmail, doch der Spaß währte nicht lange. Die mit Badehauben und Taucherbrillen ausgerüstete Gruppe wurde nach einer Stunde von der Polizei des Platzes verwiesen.

Wer den Dice-Club (Foto) sucht, könnte Schwierigkeiten bekommen, denn der existiert seit letztem Monat, zumindest namentlich, nicht mehr. Schon länger munkelte man, dass der Betreiber auf neue Partner setzt, um seinen nicht sonderlich erfolgreichen Club zu füllen. Auf Party­flyern der inzwischen hier beheimateten Baambi Lounge belässt man es beim Adresshinweis „Voltairestraße“. Auch auf der Homepage heißt es: „Work In Progress“. Ab September soll es dann weitergehen. Man darf gespannt sein womit.

Um die 3?000 Leute reisten auch dieses Jahr wieder an den Grünfelder Badesee, um beim Nation Of Gondwana bei strahlendem Sonnenschein zu Musik von Sportbrigade Sparwasser, Monika Kruse, Pilocka Krach oder dem Dritten Raum zu tanzen. „So wie früher“, lautete die Bewertung der schwärmenden Gäste.

Das sagten auch die Besucher über die bereits 16. Ausgabe des An­taris Festivals am dritten Juli-Wochenende. Die Hitze auf den Tanzflächen am Flughafen Otto-Lilienthal war kaum auszuhalten, zum Glück hatte das aufmerksame Festival-Team sofort eine Lösung parat: Mit Wasserpistolen und allen möglichen selbst gebauten Konstrukten verschafften sie Abkühlung. Übrigens war laut Maya-Kalender, so die Veranstalter, just dieses Wochenende prädestiniert für gemeinschaftliche bewusste Erfahrungen, wie etwa das Feiern in der Natur. Wenn das mal kein gutes Timing war.

Man muss sich ja nicht immer zum Feiern an den dafür vorgesehenen Orten treffen. In der Open-Air-Location Jacki Terrasse an der Spree trifft man sich einmal im Monat zum gemeinsamen Stricken. Wer keine eigene Wolle und Stricknadeln dabei hat, kann sie an der Bar kaufen.

Foto: Harry Schnitger/tip

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