Konzerte & Party

Nils Frahm in der Volksbühne

Nils Frahm

Der französische Autor Philippe Djian adelte den in Berlin lebenden Musiker und Komponisten im aktuellen Roman „Oh …“. Dessen Protagonistin findet im Leben keine Erfüllung mehr, lediglich Frahms Spiel bereitet ihr noch Freude. Damit ist sie offensichtlich nicht allein, denn zwei Mal hintereinander in der Volksbühne vor ausverkauftem Haus zu spielen, gelingt nur wenigen Künstlern. Neben den intimen Klavieraufnahmen, die den Einsatz des Hustens oder einer Toilettenbürste auf den Tonträger bannen, sind es die energetischen Konzerte, auf denen Frahms Standing beruht. Den dabei bewiesenen Mut zur Improvisation übertrug der gebürtige Hamburger auch auf seine soeben veröffentlichte Studioplatte „Solo“, die in einem Take ohne Overdubs aufgenommen wurde. Standen beim letzten Auftritt im ebenfalls ausverkauften Admiralspalast Kompositionen der Erfolgsalben „Screws“ (2012) und „Spaces“ (2013) im Vordergrund, erklingen beim Doppelkonzert vorwiegend neue, bisher unveröffentlichte Stücke. Diese stellt Frahm am Flügel, auf einer erst kürzlich gefertigten elektrischen Orgel und mittels der Mutter des modernen Samplers, dem Mellotron, vor.

Text: Ronald Klein

Foto: Michal O’Neal

Nils Frahm, Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, 28.+29.4., 20 Uhr, ausverkauft

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