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Nine Inch Nails eröffnen Citadel Music Fesitval

Nine Inch Nails: Trent Reznor

Ohne jede Frage gehört Trent Reznor mit seinen Nine Inch Nails zu den wichtigsten Vertretern, wenn es um Industrial Sounds und damit um die Verschmelzung von elektronischen Klängen mit Rock- und Metal geht. Mit seinen Alben „The Downward Spiral“ (1994) und „The Fragile“ (1999) hat der Mann aus Mercer in Pennsylvannia wahre Meilensteine geschaffen.
Doch wie jeder Mensch wird und wurde auch Reznor älter und wer das Oeuvre des Masterminds in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, konnte auch bei ihm nicht umhin, eine gewisse Altersmilde festzustellen. Dies äußerte sich nicht nur in der Abkehr von selbstzerstörerischen Drogenexzessen, sondern spiegelte sich auch in seiner Musik wieder. Verwirrte Reznor seine Fans 2005 zunächst mit fast schon poppigen Elementen auf seinem Album „With Teeth“, folgten in den Jahren danach Ausflüge in ruhigere, musikalische Gewässer. „Ghosts I-IV“ (2008) kannte als reines Instrumental-Album fast ausschließlich ruhige, dunkle Töne – auf den Ausbruch der für Reznor so typischen, brachialen Wutorgien wartete man jedoch vergeblich. Ähnlich gestaltete sich Reznors Arbeit an diversen Soundtracks. So bekam er 2010 gemeinsam mit seinem Wegbegleiter Atticus Ross zwar einen Oscar für die Filmmusik von „The Social Network“, doch Fans der ersten Stunde konnte Reznor zu dieser Zeit kaum noch begeistern. Auch das Bandprojekt „How To Destroy Angels“, an dem Reznor seit 2010 mit seiner Frau Mariqueen Maandig und Atticus Ross arbeitete, fand unter Nine Inch Nails-Fans nur wenig Beachtung.
Doch wie das oft so ist: Wer zwischenzeitlich in Altersmilde verfällt, kehrt mit einem Spätwerk auch gerne mal wieder zu seinen Wurzeln zurück. Und so ist „Hestitation Marks“ aus dem Jahr 2013 zwar durchaus ein wenig elektronischer als noch die Meilensteine der 1990er Jahre, aber doch immerhin endlich wieder ein Nine Inch Nails-Album, das diesen Namen auch verdient. Zusammen mit der ohnehin jederzeit über jeden Zweifel erhabenen Live-Performance der Band können sich die Fans also gleich zur Eröffnung der 2014er Saison beim Citadel Music Festival auf einen echten Höhepunkt freuen.
Weitere Höhepunkte werden in der Zitadelle Spandau im Laufe des Sommers folgen. Insgesamt 14 Mal öffnen sich die Pforten der alten Festung, um auf der Bühne musikalische Highlights zu präsentieren, darunter am 07.06. die Arctic Monkeys, am 17.06. Billy Idol und am 20.06. Lana Del Rey. Ebenfalls zu sehen sein werden die Dropkick Murphys (02.07.), Robert Plant (16.7.), die Broilers (26.7.), Paul van Dyk (16.8.) und andere.
Und bei aller Musik wird auch das sportliche Highlight des Sommers natürlich nicht vergessen. Zur WM in Brasilien bietet das Fußball Familien Fest Public Viewing für die ganze Familie. Gezeigt werden alle Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft, sowie ab dem Achtelfinale alle Spiele bis zum großen Endspiel am Sonntag, den 13.07.2014.

Text: Martin Zeising

Foto: Universal Music

Nine Inch Nails + Cold Cave, Zitadelle Spandau, Do 15.5., Einlass: 17.30 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse

Lesen Sie ab Freitag (16.5.) auf tip-berlin.de: Die Konzertkritik mit Bildergalerie

Citadel Music Festival, Überblick auf www.citadel-music-festival.de

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