Konzerte & Party

„Oh Land“ im Heimathafen Neukölln

Oh Land

Es gibt Elternhäuser, da wird den Kindern die kreative Karriere praktisch mit in die Wiege gelegt. Nanna Oland Fabricius ist die Tochter des Organisten Bendt Fabricius und der Opernsängerin Bodil Oland und hatte als kleines Mädchen eigentlich den Traum, Balletttänzerin zu werden. Mit 10 Jahren wurde sie beim Königlich Dänischen Ballett aufgenommen und zog nur fünf Jahre später sogar nach Stockholm, um dort ihre Ausbildung beim König Schwedischen Ballett fortzusetzen. Eine schwere Rückenverletzung im Alter von 18 Jahren beendete den Traum einer professionellen Karriere als Tänzerin abrupt.
Doch die 1985 geborene Dänin, die heute in New York lebt, fand schnell eine neue Leidenschaft. Im Jahr 2007 stellte sie erste selbstkomponierte Songs bei mySpace online und wurde prompt vom Indie-Label Fake Records unter Vertrag genommen. Seit dieser Zeit tritt die heute 26-jährige in Anspielung auf ihren Mittelnamen Oland unter dem Pseudonym Oh Land auf.
Inzwischen ist die Musikerin bei Epic Records gelandet, hat im August dieses Jahres ihr selbstbetiteltes Major-Debut veröffentlicht und begeistert weltweit mit außergewöhnlichen Live-Auftritten. Denn wenn Oh Land auf der Bühne steht, ist dies für die Fans ein akustischer und optischer Overload. Fantasievolle Lightshows, rasante Konstümwechsel und ihre mit Retro-Pop nur unzureichend beschriebene Musik verschmelzen zu einem Festival für alle Sinne. Sie selbst sagt über ihre Musik, dass sie ein „träumerischer Sound aus dem Inneren einer Schneekugel“ sei. Oh Land jongliert mit den Stilen, verpasst ihren Songs einen Schuss Verträumtheit, ordnet dabei Keyboard, Sampler und Schlagzeug dennoch stets ihrer glockenklaren Stimme unter und wird somit zum electro-poppigen Gegenentwurf zur schweren Unterkühltheit ihrer schwedischen Kollegin Karin Dreijer Anderson (Fever Ray, The Knife).

Oh Land, Heimathafen Neukölln, So 20.11., 21 Uhr

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