Konzerte & Party

Oh Land im Magnet

OhLand_c_LarsBorgesDie Sängerin, die sich Oh Land nennt und eigentlich Nanna Шland Fabricius heißt, ist bei uns mit dem Song „Sun Of A Gun“ bekannt geworden. Das ist der, in dem sie das Ende einer Liebe mit feierlichem Unterton und kleinen Verwünschungen verkündet. Ursprünglich war die Frau ja auf eine andere Karriere aus. Bis zu ihrem 18. Lebensjahr machte sie an königlichen Schulen in Kopenhagen und Stockholm eine Ausbildung zur Balletttänzerin. Dann streikte der Rücken und an eine professionelle Laufbahn war nicht mehr zu denken. Diese Diagnose war ein Schock, aber die Musik half ihr, darüber hinwegzukommen. Oh Land fing an, eigene Songs zu schreiben, ging auf Reisen und ergatterte in den USA einen Plattenvertrag bei einem Majorlabel.

Sie trat in den relevanten Late-Night-Shows auf und ging vor zwei Jahren nach New York. Aber man hatte keine Geduld mit ihr und setzte sie nach nur einem Album vor die Tür. Rückblickend betrachtet könnte das ein Glücksfall gewesen sein. Denn “Wish Bone“, ihr neues und mittlerweile drittes Album, erscheint auf dem Label Federal Prism von Dave Sitek (TV On The Radio) und wurde von diesem Pop-Vordenker auch produziert. Man hört das am kratzigen und minimaleren Sound, durch den die Sängerin besser zur Geltung kommt als noch zu Zeiten, in denen ihr Trommelwirbel oder breitflächige Synthesizer zu viel Platz nahmen. Oh Land zelebriert diese Freiheit mit sympathisch schelmischer Art und im Video zur Single “Renaissance Girls“ mit tänzerischen Bewegungen, die zeigen, dass sie nach wie vor auch sportlich ist.

Text: Thomas Weiland

Foto: Lars Borges

Oh Land Magnet, Di 19.11., 21 Uhr, VVK 12 Ђ zzgl. Gebühr

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