Konzerte & Party

Okta Logue im Privatclub

Okta Logue

Musiker blenden gerne mal alles um sich herum aus und verlegen den Ort ihrer Inspiration und Träume an die amerikanische Westküste oder aufs britische Eiland. Allerdings klingt das dann oft doch sehr nachgemacht. Ausnahmen gibt es natürlich, und eine davon heißt Okta Logue. Die Band aus Griesheim hat es auf eine Musik abgesehen, die man dem sich immer mehr festsetzenden Begriff Classic Rock unterordnen kann. Ihre Zeitrechnung beginnt bei den psychedelischen Revoluzzern der späten Sechziger und endet ein Jahrzehnt später vor Einsetzen des Punk. Den Einfluss von Neil Young und Pink Floyd können sie nicht leugnen, auch nicht den von neueren Adepten wie The Soundtrack Of Our Lives oder MGMT. Mit diesen Einflüssen im Gepäck begeben sich Okta Logue auf eine Entdeckungsreise. Im Song „Transit“ hört man, dass die Route unter anderem am „Hotel California“ der Eagles vorbeiführt. Das Gitarrenriff verrät es. Flankierend kommt aber auch ein Synthesizer zum Einsatz, der zeigt, dass sich die Band nicht stur an ein Reinheitsgebot halten will. Dieser Grundidee vertraut sie auf ihrem zweiten Album „Tales Of Transit City“ voll und ganz. Okta Logue lassen sich treiben und haben dabei nie ein fest definiertes Ziel vor Augen, sie setzen dagegen auf Intuition und Gefühl – im Land von Handwerk und Disziplin ist das schon eine große Sache.

Text: Thomas Weiland

Foto: Sandra Günther

Okta Logue, ?Privatclub, Mi 18.12., 21 Uhr, VVK 12 Euro zzgl. Geb.

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