Konzerte & Party

Olli Schulz macht den Ententanz im Postbahnhof

Olli SchulzNach drei gemeinsamen Alben ist Olli Schulz nun erstmals ohne den Hund Marie alias Max Schröder unterwegs. „Mit Max hat es aus Zeitgründen nicht mehr hingehauen, weil er bei Tomte sehr eingespannt ist“, erzählt der 2005 nach Berlin übergesiedelte geborene Hamburger. Einsam war er bei der Arbeit an seinem Solo-Debüt „Es brennt so schön“ dennoch nicht. Für die in Hamburg von Swen Meier und in Berlin von Moses Schneider aufgenommenen Stücke holte sich Schulz reichlich Verstärkung ins Studio: „Mark von Wir sind Helden war dabei, PC von Warren Suicide, Arne Augus­tin von Nena, Bernd Begemann … Deshalb ist es eigentlich mehr eine Bandplatte geworden.“ Die sozialkritischen, melancholischen, aber auch lebensbejahenden Stücke rund um Gitarre, Banjo und Klavier stammen bis auf eines dennoch alle von Schulz. „Für ‚Mach den Bibo‘ hat mir der New Yorker Produzent Walter Schreifels das Instrumental geschickt.“ Mit dem Video, das den darin gezeigten Ententanz plötzlich wieder populär machte und bei dem auch Die-Ärzte-Schlagzeuger Bela B. mitwirkte, bewarb sich Schulz bei Plattenfirmen. Mit Erfolg: Nicht nur Sony Music griff zu – auch beim Bundesvision Song Contest trat Olli Schulz mit „Bibo“ auf und belegte den fünften Platz. „Das war der einzige Song, mit dem ich mich dorthin getraut hätte. Er ist nicht der repräsentativs­te oder schlaueste der Platte, aber wenn man den vom Album wegnimmt, ist es doch eher melancholisch. ‚Bibo‘ ist sozusagen das musikalische Erfrischungsstäbchen.“

Text: Nadine Kleber

Foto: Ben Wolf

Olli Schulz, Postbahnhof, So 19.4., 21 Uhr, 18,70 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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