Konzerte & Party

Party in Kreuzberg: Die Kleine Reise

Kleine ReiseIn Berlin gibt es unzählige Clubs, die aus einer Laune heraus entstanden sind. Aus nicht mehr gewolltem Privatbesitz bunt zusammengewürfeltes Interieur solcher Läden fällt  kaum noch auf. Von der Wohnzimmerkneipe in den Wohnzimmerclub. Und dennoch ist es den drei Betreibern der Kleinen Reise gelungen, in kürzester Zeit aus der Masse der kleinen Kellerclubs herauszutreten. Ein für die Nachbarschaft  exquisites Booking und eine für Berlin unübliche Gastfreundschaft heben den Laden am Spreewaldplatz von seinen Mitbewerbern ab.
Die drei Iren Dara O’Neill, Peter Power und Pat­rick Reddy haben die Entscheidung, den Club zu eröffnen, getroffen, nachdem sie einen Sommer lang in Berlin waren und die heimelige Atmosphäre irischer Hauspartys vermissten. „Ich glaube, was an vielen Clubs hier stört ist, dass sie so groß sind, sodass man selten auf jemanden trifft, mit dem man sich einfach spontan unterhält“, sagt Dara O‘Neill. „Deshalb war die Idee, die Atmosphäre einer Hausparty in den Club zu transportieren.“ Die Räume, die früher einmal ein türkisches Bad beheimateten und nun tagsüber als Bar dienen, werden in diesem Jahr auch eine Erweiterung  erhalten: Im geplanten clubeigenen Restaurant, der KR-Cuisine, wird Küchenchefin Emma Fleetwood bald typisch irische Spezialitäten in „üppigen, aber bezahlbaren Portionen“ anbieten, wie Dara O’Neill betont.
Mit Einbruch der Dunkelheit werden Bar und Restaurant dann zum Club. Von der Eingangstür führt ein schmaler Schacht in einen ziemlich hell erleuchteten Vorraum. Hier und da blinzelt ein Stück rohen Putzes durch die glänzenden, gekachelten Wände. Man entdeckt stimmungsaufhellenden Nippes wie Lampions oder kleine, mit Kreide gemalte Herzchen. Passend dazu ist die Atmosphäre auffallend gelöst. „Wir sind wie eine Familie, in der jeder willkommen ist, wir sind nicht aufgesetzt cool, und es geht uns vor allem um wirklich gute Musik„, erklärt Dara O’Neill die Kleine Reise.

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