Konzerte & Party

Patric Catani im Berghain/Kantine

Patric Catani

Leicht macht es einem Patric Catani nicht, seinen Namen im Gedächtnis zu behalten. Angefangen hatte er 1992 im Alter von 16 Jahren als Breakcore- und Gabba-Quälgeist E-De-Cologne. Drei Jahre später ging er nach Berlin, wo er zusammen mit Gina V. D’Orio als EC8OR Platten fürs Digital-Hardcore-Label aufnahm. Seine Verehrung für den Kult-Computer C64 kommt im Projekt Flex Busterman zum Ausdruck. Mit Chris Imler tritt er als Driver&Driver in Erscheinung. Hauptsächlich war er in letzter Zeit mit Candie Hawk und als Produzent beschäftigt. „Ich habe zehn Jahre lang kein Album unter dem Namen Patric Catani gemacht. Entweder habe ich mich als Produzent für Puppetmastaz oder Angie Reed zurückgezogen oder neue Dinge ausprobiert. Irgendwann entstand ein heilloses Durcheinander und die Leute bekamen nicht mehr mit, was ich so alles treibe“, räumt er ein. Einer, der sich alles gemerkt hat, ist Frederik Fröse. Der Kreuzberger bringt Catanis neues Album „Blingsanity“ auf dem Label Keep It Business heraus. „Er hat mir angeboten, das Album sofort zu veröffentlichen. Bei anderen Interessenten hätte es mit dem Erscheinen der Platte wesentlich länger gedauert.“ Catani beschreibt den Sound auf „Blingsanity“ als Bass-Acid-R’n’B. Es gibt Stücke, in denen hysterisches Piepsen, Tiefton-Attacken und luftiges Drumming zusammenfinden. Man hört ein Faible für alte Film-Soundtracks heraus. Auch weltmusikalische Einflüsse wie Cumbia sind vertreten. Bei seinem Konzert muss man also auf alles gefasst sein. Nur nicht auf das, was es schon unzählige Male gibt.

Text: Thomas Weiland

Patric Catani, Berghain/Kantine, Mi 12.6., 21 Uhr, VVK: 10 Euro zzgl. Gebühr

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