Konzerte & Party

Pelican im Festsaal Kreuzberg

Pelican

Slayer, Metallica, Pantera oder Goatsnake – die Namen der Menüs in Kuma’s Corner, Chicago, verraten, dass seine Betreiber Metal mögen. Außerdem schlägt ihr Herz für die lokale Szene,  denn vor einiger Zeit setzten sie auch den Pelican-Burger auf die Karte. Schließlich machen gleichnamige Chicago-Natives schon seit 13 Jahren Metal. Obwohl es Pelican selbst nicht so nennen würden. „Aggression mit Pop-Sensibilität“ träfe es besser, sagte Gitarrist Trevor de Brauw einmal dazu. Wie dem auch sei, ein dicker Brocken ist seine Band in jedem Fall. Sie ergeht sich in schweren Doom-Riffs sowie epischen Ausflügen gen Post-Rock. Auch ohne Worte gelingt es dem Quartett problemlos, die Bilder ihrer Albumcover zu vertonen, auf denen Wirbelstürme dräuen, Vulkane qualmen und die Welt in Dampf versinkt. Das Artwork zu Pelicans letzter EP „Ataraxia/Taraxis“ entfaltet dagegen sanfte Sanddünen unter einem heiteren Himmel und spiegelt damit die Entwicklung der Band, deren ausufernde Kompositionen im Laufe der Zeit immer griffiger, ja luftiger geworden sind. „Wir wollten einfach so direkt wie möglich sein“, so de Brauw. Überhaupt habe sich der Prozess des Songwritings verändert, da man inzwischen nicht mehr in derselben Stadt wohne und nun Soundfiles austausche, statt im Proberaum zu jammen. Opulent ist Pelicans Klangbild freilich noch immer, ganz so wie das Rezept besagten Burgers: Weißwein-Aioli verteilt auf einer Brötchenhälfte, eine dicke Rinderhackfrikadelle und kross gebackener Parmesankäse darüber, schließlich scharf gebratene Jakobsmuscheln, Schinkenwürfel und Knoblauch-Weißwein-Soße on top.

Text: Roy Fabian

Pelican + From This Day On, Festsaal Kreuzberg, Fr 12.07., 20 Uhr, VVK: 12 Euro zzgl. Gebühr

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