Konzerte & Party

Sonntag: Peter Gabriel in der Waldbühne

Peter Gabriel

Auf der Berlinale herrschte dieses Jahr bekanntlich eine Stardichte wie selten, da fiel der rundliche Herr fast nicht auf. Peter Gabriel war aus England nach Berlin eingeflogen, um die Werbetrommel in eigener Sache zu rühren. Der ehemalige Genesis-Frontmann hat während seiner laufenden Welttour einen Konzertfilm drehen lassen, den er unbedingt persönlich anmoderieren wollte. Die Tour samt Doku liefert so etwas wie die Quintessenz der Sololaufbahn des 64-Jährigen mit allen ihren Facetten: den exzentrischen Seiten, etwa in Gestalt düsterer Robo-Funk-Stücke wie „Shock The Monkey“, den popverträglichen, mit denen er in den Achtzigern die MTV-Generation für sich gewann; dann wären da noch die politisch agitatorischen und gelegentlich auch mal die romantischen. Auf der Bühne geht Gabriels Rollenspiel seit jeher mit wundersamen Inszenierungen einher – sein Anzug etwa voller leuchtender Glühbirnen bei „Sledgehammer“ oder die endlose Telefonschnur, die er einst beim Singen von „Come Talk To Me“ aus einem roten Telefonhäuschen zog. Ein paar dieser alten Zaubertricks wird es neben neuen Gimmicks auch auf der jetzigen Tour zu sehen geben, die u. a. eine komplette Aufführung des Albums „So“ beinhaltet. Begleitet wird der Prog-Visionär dabei von Schlagzeuger Manu Katchй und Gitarrist David Rhodes, mit denen er das Album bereits 1987 auf die Bühne gebracht hat.

Text: Ulrike Rechel

Peter Gabriel, ?Waldbühne, So 25.5., 19 Uhr, ?VVK: 65 Euro zzgl. Gebühr

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