Konzerte & Party

„Peyoti For President“ im Maschinenhaus der Kulturbrauerei

Peyoti For PresidentEs gibt ein Foto von 1964, das Bob Dylan und Joan Baez vor einem Schild mit der Aufschrift zeigt: „Protest – The Rising Tide of Con­for­mity“. Für Peyoti For President besitzt diese Botschaft auch 2009 noch Gültigkeit. Jedenfalls hat die britische Band ihr gerade erschienenes Debütalbum mit eben jenem Schriftzug gegen die allgegenwärtige soziale Anpassung betitelt. Und auch die Musik klingt nach politischem Manifest. Da geht es gegen eine „Rhapsodie aus 1000 Lügen“ in Sachen Irakkrieg; für ein nonkonformes „Wake up, rise up/ Listen to your conscience“; oder gar um ein auf Spanisch vorgebrachtes Plädoyer für subversiven Spaß: „Ich will nicht arbeiten, ich will tanzen!“ Das Musikerkollektiv um den Gitarristen und Sänger Pietro DiMascio stellte seine Qualitäten bereits als gefeierte Vorgruppe von Manu Chao unter Beweis. Und sorgte auch beim „Bestival“ auf der Isle of Wight im vorigen Jahr für Aufruhr.
Dabei bringen Peyoti For President ein Soundkaleidoskop zustande, das sich melodisch und rhythmisch in jedem Song neu zusammensetzt. Von Latin über Flamenco bis hin zu Orientalischem reichen die Anklänge, das Ganze unterlegt mit einer feurigen Mischung aus Postpunk, Neo-Folk und politischem Pamphletismus. Globale Beats gegen die Globalisierung? Peyoti – so der Spitzname DiMas­cios – ruft: „We the people break the system!“

Text: Roman Rhode

Peyoti For President, Kulturbrauerei, Maschinenhaus, Fr 3.4., 20 Uhr, VVK: 11 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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