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Phil Spector wegen Mordes verurteilt

Phil SpectorDie Produzenten-Legende Phil Spector ist am Montag in Los Angeles von einer Geschworenen-Jury des Mordes mit bedingtem Vorsatz schuldig gesprochen worden. Dem 69-Jährigen droht nun eine langjährige Haftstrafe von mindestens 18 Jahren. Das genaue Strafmaß wird durch einen Richter am 29. Mai festgesetzt.
Spector wird vorgeworfen, im Februar 2003 die Schauspielerin Lana Clarkson in seiner Villa in Los Angeles erschossen zu haben. Schon vor dem Prozess eilte dem Musikproduzenten der Ruf voraus, er sei ein unberechenbarer Waffennarr. So soll Spector bereits in den 1970er Jahren sowohl die Ramones als auch Leonard Cohen bei Plattenaufnahmen schon mal mit der Waffe bedroht haben.

Die Verteidigung Spectors beharrte zwar bis zuletzt darauf, dass Clarkson suicidgefährdet gewesen sei und Selbstmord begangen hätte, doch mehrere Zeugenaussagen bestätigten, Spector sei an diesem Abend mit einer Waffe in der Hand aus dem Haus gelaufen und habe zugegeben, gerade jemanden getötet zu haben. Spector selbst beteuerte seine Unschuld.
Einen ersten Prozess vor zwei Jahren hatte Spector noch ohne Verurteilung überstanden, weil sich die Geschworenen damals nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten. Als die Staatsanwaltschaft nun jedoch eine neue Zeugin gefunden hatte, die den Produzenten schwer belastete, wurde der Prozess neu aufgerollt.

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