Konzerte & Party

Platten auf dem Prüfstand

Herbert Grönemeyer: Dauernd JetztNach dem teils hart rockenden „Schiffsverkehr“ möchte Grönemeyer dringend an rosigere Zeiten anschließen. Eine Mission, die mit dem Nachfolger gelingen dürfte. Texte und Klangbild kommen angenehm unangestrengt daher, auch weil der 58-Jährige die Platte überwiegend mit Songs über die Liebe angefüllt hat – die ewige, die gescheiterte, die auf kleiner, aber steter Flamme. Die beseelte Single „Morgen“ etwa mag zwar kein Riesenhit werden, prägt sich aber als schöne, deutsche Liebesballade ein. In dem Fach macht ihm keiner was vor.

Text: Ulrike Rechel

Herbert Grönemeyer, Dauernd Jetzt (Universal)

 

Smashing Pumpkins: Monuments to an ElegyBilly Corgan ist im produktiven Rausch: zwei Alben innerhalb eines Jahres, jetzt erst mal „Monuments to an Elegy“, das Corgan weitgehend allein eingespielt hat, sich aber lustigerweise Hilfe von Mötley Crües Tommy Lee holte. Der Drummer macht seinen Job prima, sorgt, wenn nötig, für Bombast („One And All“), kann sich aber auch unterordnen („Being Beige“). Die bündige Platte lebt von ihren starken Melodien. Da verzeiht man es, dass Corgan sich ausschließlich auf wohlbekanntem Terrain bewegt – mit den Eckpfeilern Gitarrenwucht und Drama.

Text: Ulrike Rechel

The Smashing Pumpkins, Monuments to an Elegy (BMG)

 

Eminem: Shady XVWas als Best-of durchgehen soll, wirkt auf CD 2 wie ein Versuch, in der Vergangenheit zu wenig beachteten Tracks eine zweite Chance zu geben. CD 1 überzeugt jedoch mit 13 neuen, anregenden Tracks verschiedenster HipHop-Couleur. Eminems melodramatischer Emo-Rap wird dabei von der kühlen, urbanen Ästhetik von Slaughterhouse und dem erdigen, leicht country-rockigen Unterton von Yelawolf angenehm aufgefangen.

Text: Henrike Möller

Eminem, Shady XV (Universal)

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