Konzerte & Party

Polyhymnia Festival in der Maria

Goblin

Langhaarig, politisch radikal, den Drogen zugeneigt und mit schwerem elektronischen Instrumentarium ausgestattet, das waren Ende der 60er-Jahre die Merkmale der Krautrocker. Gruppen wie Faust, Cluster, Amon Düül, Can und Neu! erwarben damals mit ihrer ausufernden, experimentellen Musik internationale Beachtung. Es war ein kurzer Höhenflug, denn bald galten die Kompositionen als sperrig und überkandidelt. Doch der Siegeszug der elektronischen Musik spülte schließlich auch diese Musik wieder nach oben. Beim zweitägigen Polyhymnia Festival erforschen nun acht Bands und ebenso viele DJs die schier endlosen Möglichkeiten, die das Genre bietet. Der erste Tag mit Von Spar, Atelier Theremin, Zirkon und Schneider TM fokussiert auf heimische Gewächse und reicht von groovig-motorischen Tracks, über Science-Fiction-Disco bis zu Experimenten mit Field Recordings. Der zweite Tag gehört den ausländischen Gästen und steht im Zeichen von Soundtracks. Die australischen Night Terrors sind von John-Carpenter-Filmen beeinflusst, die legendären Goblin (Foto) aus Rom, die einzigen Vertreter der alten Krautgeneration, haben schon in den 70er-Jahren für Regisseure wie Dario Argento und George Romero Filmmusiken geschrieben, und Turzi aus Paris fühlen sich wiederum Ennio Morricone verpflichtet.

Text: Jacek Slaski

Polyhymnia Festival mit Goblin, Von Spar, Schneider TM, Turzi u.a., Maria, Fr 18.3., 21 Uhr + Sa 19.3., 20 Uhr, VVK: 12,50 Euro

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