Konzerte & Party

Pothead im Huxleys

Pothead

Ostern, Weihnachten, Neujahr, Pothead – diese Termine scheinen auf ewig festgeschrieben im Berlin-Kalender. Egal auch, wie das Jahr zuvor ausgefallen sein mag, ob es eine neue Platte gegeben haben mag, wie 2013 das Album „Jackpot“ oder wie jetzt auch keines, oder ob es einen neuen Schlagzeuger gab, wie im Jahr 2012 Nicolaj Gogow, oder jetzt kein neuer vonnöten ist. Eins bleibt immer unverändert: Pothead, das Trio um die beiden Brüder Brad und Jeff Dope, die 1991 ihre Heimatstadt Seattle in Richtung Berlin verließen, macht sich übers gesamte Jahr in der Wahlheimat rar, um dann zu Jahresbeginn sein einziges Berlin-Konzert locker zu füllen. Nicht, dass die drei Rocker ansonsten auf der faulen Haut liegen würden. Die Welt ist für tourende Musiker schließlich groß, zudem veranstaltet die Band mit dem Potstock alljährlich im Juni ein eigenes Festival bei Belzig. Aber wie Brad Dope meint: „Wenn man ständig in seiner eigenen Stadt auftritt, dann haben einen die Leute schnell über, das wollen wir uns ersparen.“ Stattdessen verfolgen Pothead nicht nur stoisch ihren seit Jahren erprobten Zeitplan,  sondern belohnen die Erwartungen der Fans auch nach elf Studioalben noch mit einem stoisch dröhnenden Powerrock, der sich in seiner Gitarre-Bass-Schlagzeug-Wucht endmoränengleich durch oft dreistündige Konzerte zieht. Für Menschen, die ein ganzes Jahr darauf haben warten müssen, ist dies natürlich keine Minute zu lang.

Text: Hagen Liebing

Foto: Marc Bernot

Pothead, Huxleys, Hasenheide 107-108, Neukölln, ?Sa 17.1., 21 Uhr, ?VVK: 30 Euro zzgl. Gebühr

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