Konzerte & Party

Preiskampf bei MP3-Download

MP3-LogoKonkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und so ist es sicherlich kein Zufall, dass Marktführer iTunes kurz nach Online-Start von Amazons MP3-Plattform mit neuer Preispolitik daher kommt. Künftig kommen bei Apple zum bisherigen Einheitspreis von 0,99 Euro für einen Song zwei weitere Preiskategorien von 69 Cent bzw. 1,29 Euro hinzu. Der Albumpreis von 9,99 Euro bleibt unverändert.
Wer sich nun jedoch freut, einzelne Songs seiner geliebten Chartstürmer in Zukunft für den Schnäppchenpreis von 0,69 Euro runterladen zu können, freut sich zu früh. Die niedrige Preiskategorie ist vor allem für Newcomer und Independent-Acts vorgesehen. Anhänger von topplatzierter Chartmusik werden sich darauf einstellen müssen, künftig 1,29 Euro für ihr Lieblingslied hinzublättern.
Als kleines Bonbon für den höheren Preis schafft iTunes dafür das Rechtemanagement DRM ab. Der Kopierschutz wird von den Songs entfernt.
Über die Gründe der neuen Preispolitik hielten sich die iTunes-Macher bedeckt. Zwar wurde die Überarbeitung der Preiskategorien von Apple bereits lange vor dem Start von Amazon MP3 angekündigt und darauf nun auch die wacklige Aussage gestützt, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun habe, doch wird der Start der Konkurrenz-Plattform auch im Hause von Steve Jobs durchaus bereits länger bekannt sein.
Amazon wirbt für seinen Geschäftsstart vor allem mit Discounter-Preisen. So sind Top-Alben wie „Stadtaffe“ von Peter Fox bereits ab 4,89 Euro zu haben. Wie lange Amazon diese Dumping-Preise aufrecht erhält, war indes nicht zu erfahren. Dem User dürfte es zunächst egal sein, weiß man doch aus Erfahrung, dass ein breites Spektrum an Anbietern auf lange Sicht letztlich immer den Preis nach unten drückt.

Mehr über Cookies erfahren