Konzerte & Party

Queens of the Stone Age in der Zitadelle Spandau

Queens of the Stone Age

Lange dachte man, es gäbe nichts, was diesen Josh Homme aus der Bahn werfen kann. Er ist ja ein stämmiger Kerl. Aber dann musste er 2010 wegen einer Knieverletzung ins Krankenhaus. Normalerweise eine Routineangelegenheit, aber in diesem Fall ging alles schief. Homme erlitt einen Herzstillstand und musste nach Wiederbelebung monatelang das Bett hüten. An ein neues Album von Queens Of The Stone Age war lange nicht zu denken. Die Band an sich stand aber nicht zur Diskussion. Ihr Anführer wollte nur sicher sein, dass der nächste Schritt der richtige ist. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass er nicht gerne auf immer dieselbe Gang vertraut. Nach ersten Sessions warf er den langjährigen Schlagzeuger Joey Castillo aus der Band und holte Helfer von außen. Alte Bekannte (Dave Grohl, Mark Lanegan, Nick Oliveri) und neue Freunde (Elton John, Jake Shears) waren darunter. Gerade die Beteiligung des britischen Superstars ist eine dicke Überraschung. Er hatte von sich aus mit Homme Kontakt aufgenommen und spielt sein Piano nun im räudigen Song „Fairweather Friends“. Das dazugehörige Album „… Like Clockwork“ ist ein Volltreffer. Erneut bekennen sich Homme und seine Hasardeure klar zum Garagenrock der Sechziger und Heavy-Rock der Siebziger. Natürlich wird auch wieder Wüstenatmosphäre vermittelt. Darauf aufbauend erlaubt sich diese Meute aber auch einige Freiheiten. Bei Pianoballaden denkt man im ersten Moment viel eher an Elton John oder auch The Eagles. Vereinzelt zieht es die Queens auch zum Blues-Funk. Konsens ist eigentlich ein böses Wort, aber mit solchen Manövern bringen sie zum wiederholten Mal alle hinter sich.

Text: Thomas Weiland

Queens Of The Stone Age, Zitadelle Spandau, Sa 22.6., 19 Uhr, ausverkauft

Mehr über Cookies erfahren