Konzerte & Party

Quicksand

Quicksand

Nach einer bereits gescheiterten Reunion finden sich Quicksand im Juni 2012 in Pomona, Kalifornien erneut zusammen, um zum 25. Geburtstag ihres früheren Labels einige Songs live zu spielen. Menschen springen von der Bühne, Leiber wogen durch die Halle, der gesamte Saal singt jede Zeile.

Gerade mal zweieinhalb Platten haben Quicksand gebraucht, um auch heute noch quasi-legendären Status zu genießen. Die Band gründete sich 1990 in New York als kreatives Ventil von Gitarrist und Sänger Walter Schreifels, der die Hardcore-Szene bereits mit den Gorilla Biscuits sowie Youth Of Today geprägt hat. Auch seine neue Formation macht schnell von sich reden: Die selbstbetitelte EP setzt der üblichen Hochgeschwindigkeit sperrige Riffs und vielschichtige Grooves entgegen.

Neben Bands wie Fugazi, Girls Against Boys oder auch Helmet feilen Quicksand fortan an einem Sound, der später in Künstlern wie At The Drive-In sowie dem Etikett Post-Hardcore aufgehen wird. Die Taktgeber selbst erleben dessen kommerziellen Höhepunkt nicht mehr. Nach den Alben „Slip“ und „Manic Compression“ zerbrechen Quicksand schon 1995. Manche Fans vermuten nun zwar das liebe Geld als wesentliches Motiv der Wiedervereinigung. Schreifels kurze Rede auf der Bühne von Ponoma liefert aber einen anderen Hinweis: „Hardcore“, sagte er, „ist wie das Leben. Er ist kurz, hat schnelle und aggressive Parts, aber wenn du stürzt und Glück hast, dann steht ein Freund neben dir, der dir wieder auf die Beine hilft.“

Text: Roy Fabian

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