Mediengeschichte

Radiophonic Spaces: Hörkunst aus 100 Jahren

Ohren auf, Antennen raus! Das Radioarchiv Radiophonic Spaces zeigt Hörkunst aus 100 Jahren und dokumentiert die (Kultur-)Geschichte des Sendens und Empfangens

Nathalie Anguezomo with Gilles Aubry

Wer hat eigentlich das Radio erfunden? Unmöglich zu sagen. Ein einzelner Erfinder ist nicht auszumachen; vielmehr trugen die Erkenntnisse vieler Forscher, von Heinrich Rudolf Hertz bis Nicola Tesla, zur Entwicklung des Radios bei. Sicher ist nur: Seit rund 100 Jahren prägt die Radiophonie nun unseren Alltag – und hat sich mit ihm gewandelt. Denn das Internet hat uns aus der passiven Empfängerposition befreit, uns gar alle zu Sendern gemacht. Welche Bedeutung hat das Hörmedium Radio also für die Gegenwart, die besonders von Bildern geprägt ist? Was hat uns das Radio noch zu vermitteln?

Solchen Fragen widmet sich das Projekt „Radiophonic Spaces“ im Haus der Kulturen der Welt. Über 200 Werke deutschsprachiger und internationaler Radiokunst aus den letzten 100 Jahren – etwa von John Cage, Friederike Mayröcker und László Moholy-Nagy –kann man sich in einem begehbaren Radioarchiv anhören. Die Veranstaltungsreihe „Der Ohrenmensch“, die vom 1. bis 3. November stattfindet, eröffnet das Archiv mit Performances, Talks und Konzerten, auch danach steht das Archiv offen. Die Ausstellung wird täglich mit einem aus Workshops, Filmvorführungen und anderen Veranstaltungen bestehendem Rahmenprogramm ergänzt.

Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Do 1.11.– Sa 10.11., Programm unter www.hkw.de

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