Konzerte & Party

Ralf Regitz ist tot

Rald RegitzMitte der vergangen Woche ist der Organisator der Berliner Love Parade Ralf Regitz im Alter von nur 46 Jahren in Berlin verstorben. Im Laufe seines bewegten Lebens hat er vor allem dem Techno einen Platz als anerkannte Kunstform verschafft und als Kopf und Organisator von Megaevents die Kulturszene maßgeblich beeinflusst. 1988 beginnt Ralf Regitz‘ Schaffen als junger Student mit Weggefährten wie Dimitri Hegemann mit der Zusammenarbeit im dadaistischen Fischbüro und der Organisation der Atonal Festivals sowie ersten Technopartys in Westberlin. Der Mauerfall 1989 eröffnete auch der Clubszene neue Möglichkeiten – eine Bewegung befreit von Mauern auf der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten. Die Gründung des Ufo war 1989/90 ein maßgeblicher Meilenstein. Das alte Ostberlin diente vorerst als Kulisse, wurde jedoch schnell Heimat für die Techno-Bewegung. 1993 gründete Ralf Regitz gemeinsam mit Lee Waters, Hilke Saul und Andreas Rossmann den legendären Technoclub ewerk im alten Umspannwerk zwischen Mauer- und Wilhelmstraße. Der Club gilt noch heute als Symbol der subversiven, intensiven Clubszene der 90er Jahre im freien Berlin. Auch die Love Parade war ein Produkt dieses Umbruchs und der artifiziellen Rebellion. Die erste Love Parade startete im Sommer 89 und erlebte ihre Blüte in den Jahren von 1998 bis 2000, bei denen Millionen Musikfans dem Aufruf zur friedlichen Demonstration folgten. Zuletzt war Ralf Regitz an der Umgestaltung des ehemaligen Cafи Moskau beteiligt. Zudem wollte er gemeinsam Dimitri Hegemann das Kraftwerk in der Köpenicker Straße zur Bühne umbauen.

 

Foto: Ralf Ruehmeier 

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