Elektronik

Raster. Index im Funkhaus Berlin

Zum Veitstanz in den Mai lädt das Avantgarde-Label Raster. Index

Frank Bretschneider, Foto: Camil Scorteanu

Der wahre Klangkünstler unterscheidet sich vom Flächenmaler durch die Fähigkeit, mit seiner Musik Räume zu erzeugen. Das gelingt dem Berliner Musiker und bildenden Künstler Robert Lippok auf seinem neuen Album „­Applied Autonomy“, das im Mai erscheinen wird, vortrefflich. Angewandte Autonomie bedeutet hier die Gestaltung modularer Räume aus Klangpartikeln, die durch Schichtung und voraushörende Konzeption zu Architektur werden. Diese ist vor allem für die schillernde Entfaltung in Live-Settings angelegt. Wofür es wohl keinen passenderen Ort gibt als das Funkhaus Berlin, wohin das renommierte ­Label Raster. Index mit Lippok höchstselbst zu einer Walpurgisnacht lädt, um die Lust an Bässen, Lärm und den Veitstänzen des 21. Jahrhunderts zu zelebrieren.

Statt echten Feuern lodern in dieser Nacht neue audiovisuelle Darbietungen von seiner Eminenz Atom™ namens „Deep State“, von Grischa Lichtenberger und eine von Olaf Bender alias Byetone, Mitgründer des Labels und jetzigem Kopf von Raster-Media, in den Funkhaus-Studios. Im hauseigenen Dom für räumliche Klangerlebnisse, dem Monom Sound Space präsentiert Frank Bretschneider, eine immersive Live-Performance, die Produzentin, DJ und Klangkünstlerin Dasha Rush bringt flüchtige Landstriche, „Territoire Éphémères“, in ihrem Set zum Klingen. Von den Decks elektrisieren Mieko Suzuki und die Special Guests Hanno Leichtmann und Max Dax.

Funkhaus Berlin Mo 30.4., 20 Uhr, Nalepastr. 18, Oberschöneweide, VVK ab 14,40 €

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