Konzerte & Party

Ravi Shankar verstorben

Ravi Shankar

Im Alter von 92 Jahren ist der Ravi Shankar am 11. Dezember 2012 nach kurzer Krankheit im Scripps Memorial Hospital in San Diego gestorben. Er hatte zuvor über Atemwegs- und Herzprobleme geklagt. Der indische Sitar-Virtuose und Vater der Sängerin Norah Jones zählte zu den bedeutendsten Künstlern seines Landes.
Der unter dem bürgerlichen Namen Robindro Shaunkor Chowdhury am 7. April 1920 in Varanasi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh geborene Musiker machte die klassische indische Musik weltweit bekannt. Berühmt wurden seine Auftritte 1967 beim Monterey Pop Festival, 1969 beim Woodstock-Festival und 1971 beim Concert For Bangla Desh, das George Harrison organisiert hatte. Der Beatle gehörte zu den zahlreichen von Shankar beeinflussten Künstlern. Aber auch Musiker wie David Crosby oder John Coltrane nannten Shankar als ein Vorbild. Der Sitarspieler, der auch als Komponist wichtige Werke hinterließ, arbeitete zudem eng mit dem Geiger Yehudi Menuhin zusammen.
Für’s Kino schrieb er u.a. die Musik zum mehrfach Oscar-prämierten „Gandhi“.
Für seine Aufnahmen erhielt Shankar, der auch Mitglied des Oberhauses des indischen Parlaments war, zahlreiche Preise – unter anderem drei Grammys. Auch 2013 ist er wieder für den US-Branchenpreis nominiert. Er trat bis ins hohe Alter live auf, oft gemeinsam mit seiner Tochter Anoushka Shankar.

Quelle: MusikWoche

Foto: Alexandra Ignatenko / Creative Commons

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